Samstag, 19. April 2014

Atomkraftwerk Byron

Atomkraftwerk Byron
Das US-amerikanische Atomkraftwerk Byron (engl. Byron Nuclear Generating Station) liegt bei Byron (Rockford) im Ogle County im Norden von Illinois in den USA, etwa 90 Kilometer westlich von Chicago.

Es besteht aus zwei Druckwasserreaktoren Byron 1 und Byron 2 von Westinghouse und hat eine Gesamtleistung von 2421 MW. Die elektrische Nettoleistung von Byron 1 beträgt 1164 MW, die Bruttoleistung 1225 MW. Byron 2 hat eine Nettoleistung von 1136 MW und eine Bruttoleistung von 1196 MW. 

Das AKW Byron liefert Strom für den Norden des Bundesstaates Illinois und für die Stadt Chicago. Der Strom reicht aus um zwei Millionen durchschnittliche US-amerikanische Wohnhäuser mit Strom zu versorgen.

Das AKW besitzt zwei Naturzug-Nasskühltürme mit einer Höhe von jeweils 495 Fuß. Das Kühlwasser für die Kühlung der Reaktoren wird dem nahe gelegenen Rock River entnommen.

Eigner und Betreiber ist Exelon Generation.  Die Reaktoren kosteten etwa 4,5 Mrd. US-Dollar. In dem Kraftwerk arbeiten etwa 690 Mitarbeiter von Exelon. Exelon bezahlt pro Jahr Immobiliensteuern in Höhe von 28 Mio. US-Dollar.

Geschichte

31. Dezember 1975. Baubeginn für beide Reaktoren.

2. Februar 1985. Block 1 wird erstmals kritisch.

1. März 1985. Byron 1 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.

16. September 1985. Byron 1 geht in den kommerziellen Leistungsbetrieb.

9. Januar 1987. Block 2 wird erstmals kritisch.

6. Februar 1987. Byron 2 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.

21. August 1987. Byron 2 geht nach über elfjähriger Bauzeit in den kommerziellen Leistungsbetrieb.

2001. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 werden die Sicherheitseinrichtungen um das AKW verschärft. Um das AKW gibt es nun eine Sicherheitszone, die nicht bebaut werden darf.

Seit Februar 2006. Exelon arbeitet mit Illinois EPA zusammen, um Tritium-Kontaminationen im Grundwasser zu untersuchen.

19. Oktober 2007. Es gibt ein Leck in einem Kühlwasserrohr im nichtatomaren Teil der Anlage. Dieses wurde bei einem Kontrollgang entdeckt. Es war das erste Mal seit Mitte der 1990er Jahre, dass beide Blöcke gleichzeitig außer Betrieb waren. Am 31. Oktober 2007 wurden die Reaktoren wieder hochgefahren.

30. Januar 2012. Ein Atomreaktor des US-amerikanischen AKWs Byron im US-amerikanischen Bundesstaat Illinois musste offenbar wegen Problemen mit der Energieversorgung heruntergefahren und über Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden. Der Zwischenfall wurde durch ein defektes Teil einer Schaltanlage die den Reaktor mit Energie versorgt und den produzierten Strom aus dem Atommeiler aufnimmt verursacht.
Um den Druck zu senken und für Kühlung zu sorgen wurde tritiumhaltiger Dampf aus dem Turbinenkreislauf abgelassen. Wie viel Tritium freigesetzt wurde ist unklar. Die Menge soll jedoch laut einer Sprecherin der Atomaufsichtsbehörde so klein sein, dass die Überwachungsgeräte um den Atomreaktor keine erhöhten Strahlenwerte anzeigen. Um den Atomreaktor mit Energie zu versorgen wurden Dieselgeneratoren eingesetzt.
Für Anwohner und Mitarbeiter des AKWs soll wie immer keine Gefahr bestehen. Von den US-amerikanischen Behörden wird der Vorfall als "ungewöhnliches Ereignis" mit der niedrigsten der vier Gefahrenstufen bezeichnet.

2024. Voraussichtlich wird Byron 1 abgeschaltet.

2026. Voraussichtlich wird Byron 2 abgeschaltet.

Bilder aus Wikimedia Commons
Atomkraftwerk Byron, Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported, Urheber: Bobak Ha'Eri

Quellen

Energie-, Klima- und Rohstoffticker - Januar 2012


+++ Aktueller Energie-, Klima- und Rohstoffticker +++


Dienstag, der 31. Januar 2012

20 Uhr 00, MEZ. Gazprom zeigt mal wieder seine Zuverlässigkeit und drosselt wegen der Kälte die Lieferungen nach Europa um 30% damit zuerst der gestiegenen Bedarf im eigenen Land gedeckt werden kann (Spiegel) und dementiert (Welt). Die Ukraine soll das Gas abzapfen (Welt) was diese jedoch dementiert (Spiegel). Russland möchte die Pipeline in der Ukraine kontrollieren (FAZ). Ausserdem freut sich der Konzern über die instabile Lage im Nahen Osten die für zustätzliche Gewinne sorgt (Handelsblatt). Gasstreit - Auflage 2012 (Tagesschau). Wegen gut gefüllter Speicher ist das für Deutschland jedoch kein Problem (Tagesschau, FAZ). Schließlich muss Gazprom doch zugeben "die Wünsche der europäischen Großkunden nicht alle erfüllt werden können" (Welt). Mit der neuen Nord-Stream-Pipeline soll alles besser werden (Focus).

16 Uhr 00, MEZ. Durch Vulkanausbrüche kam es zu einer kleinen Eiszeit (Spiegel).

14 Uhr 00, MEZ. Nicht alle Ökostromtarife sind Öko (Stern).

13 Uhr 00, MEZ. Die Ölpreise gehen leicht nach oben. Ein Fässchen Norseeöl der Sorte Brent mit 159 Litern und US-Leichtöl der Sorte WTI sind um ca. 1% angestiegen und kosten nun 111,72 US-Dollar bzw. 99,8 US-Dollar (Handelsblatt).

12 Uhr 00, MEZ. Die "Wirtschaftsmacht Yakuza" vermittelt Männer an Fukushima und Frauen in Bordelle (Sueddeutsche).

3 Uhr 00, MEZ. Japan hat im Dezember 2011 mehr als erwartet produziert, kämpft aber mit hoher Arbeitslosigkeit. Durch das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März 2011 ist die Industrieproduktion im Jahr 2011 um 3,5% eingebrochen. Der Telekommunikationssektor war mit einem Minus von 22,8% am schwersten betroffen. Die Automobilindustrie brach um 9,9% ein. Die Elektronikbranche hat 9,4% weniger erwirtschaftet (Handelsblatt). Der Gewinn von Honda ist um 41% auf ca. 200.000 Yen (2 Mrd. Euro) eingebrochen (Handelsblatt).
Montag, der 30. Januar 2012

23 Uhr 00, MEZ. Jürgen Großmann (Noch-Chef von RWE) will nach Abgabe seines Postens ab 1. Juli 2012 "Privatmann" werden und nicht in den Aufsichtsrat wechseln (Handelsblatt).

22 Uhr 00, MEZ. Die Spannungen zwischen Südsudan und Sudan nehmen zu. Der Südsudan hat 90% seiner Ölförderung eingestellt und wirft dem Sudan Öldiebstahl vor. Über einen Vermittlungsvorschlag des südafrikanischen Exprädidenten Thabo Mbeki konnte man sich offenbar nicht einigen (taz).

21 Uhr 00, MEZ. Robert Koehler (Chef von SGL-Carbon) blubbert von "hohen Preisen wegen der Energiewende" (Handelsblatt) während sich Gar Nix eher Sorgen wegen "hoher Preise durch steigende Rohstoffpreise und so "zuverlässigen" Energieversorgern wie Gazprom" macht wenn man sich nicht schleunigst von instabilen Ländern wie Sudan, Iran, Russland ... unabhängig macht.

20 Uhr 00, MEZ. Im Rahmen der "Allianz zur Rohstoffsicherung" hat sich der Gründerkreis aus 12 Unternehmen der Großindustrie zum ersten Mal getroffen (Welt).

19 Uhr 00, MEZ. Japan kämpft sich aus der Krise (Welt).

18 Uhr 00, MEZ. Immer mehr Kaufinteressenten interessieren sich für Solar Millenium (Focus, Handelsblatt).

17 Uhr 00, MEZ. Zum Monatsende läuft Kunden von Teldafax die Frist zur Anmeldung von Ansprüchen ab (Handelsblatt).

15 Uhr 00, MEZ. Die schlechte Bilanz der Öko-Autos (Welt, taz). Gas ist beliebter als Strom (Handelsblatt).

12 Uhr 00, MEZ. Japan verliert laut einer Regierungsprognose bis 2060 ein Drittel seiner Bevölkerung (Spiegel).

10 Uhr 00, MEZ. Atomgärtner züchten mutiertes Essen mit radioaktiver Strahlung (Sueddeutsche).

7 Uhr 00, MEZ. An der Küste von Peru gab es am Morgen ein Erdbeben der Stärke 6,3. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von etwa 40 Kilometern ca. 15 Kilometer von Ica entfernt. Über Verletzte und Schäden gibt es bisher keine Informationen (Welt).

Sonntag, der 29. Januar 2012

18 Uhr 00, MEZ. Der Golfstrom heizt sich zwei bis dreimal so schnell auf wie der Atlantik (Welt, taz) und Klimaskeptikern wird das Budget gestrichen (taz). CO2-Kompensation ist nur die zweitbeste Lösung (taz).

12 Uhr 00, MEZ. Tschechien, Temelin und wie sich die Atomindustrie die Zustimmung erkauft (Tagesschau).

03 Uhr 00, MEZ. Laut Leon Panetta (US-amerikanischer Verteidigungsminister) könnte der Iran innerhalb eines Jahres eine Atombombe herstellen. Danach dauert es ein bis zwei Jahre um sie auf ein Trägersystem z.B. eine Rakete zu adaptieren. Dann noch einmal bis zu zwei Jahre um das Trägersystem mit dem die Bombe eingesetzt werden soll herzustellen. Über den Bau einer Atombombe soll die iranische Führung geteilter Meinung sein und bis jetzt noch keinen Entschluss gefasst haben (Handelsblatt, taz). Mehrere Mitglieder der IAEO sind im Iran eingetroffen um Voraussetzungen für Gespräche über das umstittene Atomprogramm des Landes zu schaffen (Tagesschau) und werden an einem Dutzend Pro-Atom-Demonstranten - mehr kann die iranische Regierung für den groben Unfug offenbar nicht bezahlen - vorbeigeschleust (taz). Die USA planen derweil wegen dem Konflikt mit dem Iran eine schwimmende Armee-Plattform im Persischen Golf (Sueddeutsche) und die schnellere Weiterentwicklung der Bombe "Massive Ordnance Penetrator" (MOP) (Focus). China freut sich indessen auf das iranische Öl (Welt) der Lieferstopp für Europa soll bis zu 15 Jahre lang dauern (Focus, Sueddeutsche).

Samstag, der 28. Januar 2012

12 Uhr 00, MEZ. 30 Jahre Widerstand gegen das "Atomklo" Gorleben (Junge Welt).

08 Uhr 00, MEZ. Am Anfang der Katastrophe von Fukushima kam das "Atomare Notfall-Reaktions-Hauptquartier" mehrmals täglich unter der Leitung des damaligen Premierministers Naoto Kan zusammen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass von Treffen an denen Minister oder sogar der Premierminister beteiligt sind Mitschriften verfasst werden. Vom "Atomaren Notfall-Reaktions-Hauptquartier" gibt jedoch keine Mitschriften, keine Mitschnitte und keine Ergebnisprotokolle dieser Sitzungen so dass nicht geklärt werden kann was auf diesen Treffen besprochen wurde und ob die Maßnahmen effektiv waren. Auf eine Anfrage des öffentlich-rechtlichen japanischen TV-Senders NHK hin wurden nur dünne Tagesordnungen vorgelegt. Ein Mitarbeiter des japanischen Kanzleramts soll die NISA damit beauftragt haben. Angeblich soll man aus Zeitmangel jedoch nicht dazugekommen sein.
Katsuya Okada (Stellvertretender Premierminister), welcher der damaligen Regierung nicht angehörte, forderte nun die Zuständigen dazu auf, mit Hilfe von Notizen der Teilnehmer bis Ende Februar nachträglich Mitschriften zu verfassen (Tagesschau).

07 Uhr 00, MEZ. Obamas Iran-Dilemma im Wahljahr (Spiegel).

06 Uhr 00, MEZ. In Japan sind nun nur noch 3 von 54 Atomreaktoren am Netz. Experten sind der Meinung dass die Stresstests genau gar nix nützen - also die Funktion eines Placebos haben. Die Dekontaminierung will man bis März 2014 abgeschlossen haben (Telepolis).

05 Uhr 00, MEZ. Großbritannien und Argentinien streiten wieder einmal um die Falklandinseln - und um Erdöl (Spiegel).

Freitag, der 27. Januar 2012

22 Uhr 00, MEZ. Smartgrid ist vorerst nur für einige Verbraucher ausgereift genug (Technology Review).

20 Uhr 00, MEZ. Am Mittwoch stürzte ein 31-jähriger Industriekletterer vom Hochseewindpark Bard bei Arbeiten am Fundament ins Meer nachdem sich ein Bauteil aus bisher ungeklärter Ursache gelöst hatte. Er wurde tot auf dem Meeresboden in einer Tiefe von 40 Metern aufgefunden und sollte heute Abend geborgen werden.Ein zweiter Mitarbeiter konnte sich retten.
Die Sicherheit der Anlagen soll nun verbessert und eine zentrale Notrufstelle eingerichtet werden (taz).

18 Uhr 00, MEZ. Better Place hat mit der Lieferung von 100 Elektroautos vom Typ Renault Fluence ZE nach Israel sein Elektromobilitätsprojekt dort gestartet. Noch 2012 sollen weitere Projekte in Dänemark und Australien kommen. Auch in Deutschland soll das Auto auf den Markt gebracht werden. Preis 26.000 Euro - Ohne Akku. Der soll mit 82 Euro / Monat gemietet werden (Golem).

17 Uhr 00, MEZ. Die Bundesregierung kürzt das Budget zur Wärmedämmung und Sanierung von Häusern um 600 Mio. Euro (Handelsblatt, Welt).

16 Uhr 00, MEZ. Tepco ist nach dem brasilianischen Minenbetreiber Vale das zweitübelste Unternehmen auf diesem Erdball (Nixblog - Armut und Misswirtschaft 2012).

15 Uhr 00, MEZ. Strom tanken mit Redox-Flow-Batterien die mit einem flüssigen Elektrolyt betrieben werden (Technology Review).

13 Uhr 00, MEZ. Die Preise für Energieimporte sind 2011 stark um durchschnittlich 8,2% gegenüber 2010 angestiegen (Welt).

12 Uhr 00, MEZ. BP gelingt es vor Gericht nicht, die Kosten der Ölpest im Golf von Mexiko auf die früheren Partner abzuwälzen (Spiegel, Handelsblatt).

11 Uhr 00, MEZ. Das US-amerikanische Start-Up-Unternehmen Astrowatt hat ein Verfahren entwickelt mit dem offenbar Silizium nicht "nur" für Solarzellen effizienter verarbeitet werden kann. Während bisher etwa die Hälfte des Wafers beim Absägen der Scheiben in Sägemehl verwandelt wird schält man bei dem neuen Verfahren die Siliziumschichten vom Block herunter (Technology Review).

10 Uhr 00, MEZ. Der Japan Preis geht in diesem Jahr an folgende Gewinner:
- Brian Druker (Professor am OHSU Knight Cancer Institute der Oregon Health & Science University) und sein Mitentwickler Nicholas Lydon (Gründer von Blueprint Medicines) für die Entwicklung eines Medikaments gegen chronische myeloische Leukämie. Es greift spezifische Moleküle an und soll damit Krebs in den meisten Fällen stoppen können. Die Überlebensrate nach 6 Jahren soll damit bei 90% liegen. Bei Anwendern von Interferon- und Chemotherapien sind es weniger als 50%. Er nützte eine Erfindung von Dr. Janet Rowley, der dritten Preisträgerin. Sie hatte 1973 herausgefinden dass eine Rekombination der Chromosomen 9 und 22 für diese Form der Leukämie verantwortlich ist. In der Zwischenzeit soll es in dem Bereich mehr als 100 Entwicklungen geben.
- Dr. Masato Sagawa. Er hat 1982 herausgefunden, dass ein permanenter Magnet aus Neodym, Eisen und Boron den bisher stärksten Magneten aus Samarium und Kobalt weit überlegen ist. Dadurch können deutlich energieeffizientere Elektromotoren gebaut werden (Technology Review).

7 Uhr 00, MEZ. Der britische Doppelagent Kim Philby setzte den sowjetischen Geheimdienst in den 1940er Jahren auf die Atombombe an (Spiegel, Spiegel).

6 Uhr 00, MEZ. Japans Kamikaze Schule (Spiegel).

1 Uhr 00, MEZ. Die Staatsanwaltschaft in Brasilien will den Ölkonzern Chevron wegen der Ölpest vor Rio verklagen (Handelsblatt). Chevron hat dagegen im Jahr 2011 durch den hohen Ölpreis und geringe Investitionen in die Umwelt einen Gewinn von 27 Mrd. US-Dollar eingefahren (Spiegel).

Donnerstag, der 26. Januar 2012

22 Uhr 00, MEZ. Die Windkraft boomt (Telepolis, taz).

20 Uhr 00, MEZ. Vorbeugende Verhaftungen von Demonstranten im Vorfeld des Klimagipfels am 12. Dezember 2009 in Kopenhagen (Dänemark) waren illegal (taz).

15 Uhr 00, MEZ. Der Energieversorger EWE will Stellen abbauen. Wie viele ist noch nicht bekannt (Handelsblatt).

13 Uhr 00, MEZ. Hiriko, das Elektroauto zum zusammenfallten, wenn es ans Parken geht (Golem).

12 Uhr 00, MEZ. Vattenfall will bis 2019 in Berlin-Klingenberg ein Biomassekraftwerk, statt wie ursprünglich geplant ein Steinkohlekraftwerk, bauen - angeblich um den CO2-Ausstoß zu senken. Dazu sollen pro Jahr 500.000 Tonnen Holz verheizt werden. Dazu reichen die Wälder Brandenburgs nicht aus. Daher hält Vattenfall 20% an dem liberianischen Unternehmen Buchanan Renewables (BR) welches die fehlenden Bäume aus Liberia exportieren soll. BR wiederum soll Bauern dort schlechter als abgesprochen bezahlt haben (taz).

10 Uhr 00, MEZ. Gazprom will auch nach Absage von RWE auf den deutschen Markt expandieren (Handelsblatt, Focus).

9 Uhr 30, MEZ. Ein Drittel der Ökostromtarife nützt der Umwelt laut Stiftung Warentest nix (Handelsblatt).

9 Uhr 00, MEZ. Der Iran will nicht auf das Embargo warten sondern den Ölhahn sofort zudrehen (Spiegel, Focus). Es winken Ölpreissteigerungen um bis zu 30% (Sueddeutsche, Welt, Telepolis). Der Druck geht in die falsche Richtung (Sueddeutsche).

4 Uhr 00, MEZ. Die Börse in Tokio tendiert schwächer nachdem gestern bekannt wurde dass Japan 2011 vom Exporteur zum Importeur wurde. Die Aktie von Tepco geht perverserweise um 7% hoch weil der Konzern wegen der Katastrophe von Fukushima "bereit ist" etwa 9,8 Mrd. Euro Unterstützung vom Steuerzahler Japans anzunehmen. Damit soll die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung des Staates verbunden sein. Kurz geschrieben werden die Kosten der Katastrophe damit auf die Allgemeinheit abgewälzt (Handelsblatt, Sueddeutsche).
Ein internationales Inspektionsteam der IAEO soll nun überprüfen welche Maßnahmen von den AKW Betreibern in Japan unternommen wurden um die AKWs wieder ans Netz zu bringen. Bei den sogennanten "Stresstests" wurde offenbar nur eine einzige Katastrophe simuliert. Ereignisse wie Erdbeben und Tsunamis verknüpfen hat man unterlassen.
Heute wurden offenbar mal so geschwind zwei Atomreaktoren im AKW Ohi "getestet" um zu sehen welche Verbesserungen von der Betreiberfirma Kansai Electric Power umgesetzt wurden. Das Bestehen bei dem Test ist eine der Voraussetzungen für die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Reaktoren. Auch die lokalen Behörden müssen das Hochfahren genehmigen (Spiegel).
Mittwoch, der 25. Januar 2012

22 Uhr 00, MEZ. Die Franzosen, diesmal Gérard Mestrallet (Chef des Energiekonzerns GDF Suez), kritisieren mal wieder den deutschen Atomausstieg "weil die Entscheidung schließlich kurz- und mittelfristig große Konsequenzen für den europäischen Strommarkt" hat und verweist auf den Stromausfall nach einem Problem mit einer Hochspannungsleitung vor 5 Jahren in Norddeutschland. Er vergisst jedoch zu erwähnen dass in Frankreich regelmäßig wegen der maroden Leitungen des Landes die Lichter und Heizungen ausgehen. Sein Unternehmen will die 10% Atomstromanteil die es im Moment im Energiemix hat weiterhin halten (Handelsblatt).

21 Uhr 00, MEZ. Die Bundesregierung weigert sich Uranmunition zu ächten (taz).

20 Uhr 00, MEZ. Die Regierung der USA fördert weiterhin Atomenergie (Telepolis).

11 Uhr 00, MEZ. Im Norden Italiens gab es heute morgen mehrere kleine Erdbeben. Um 9 Uhr ein Beben der Stärke 4,9 - spürbar in Mailand und Turin. Das Zentrum lag in der Region Emilia-Romagna. Davor gab es bereits zwei Beben im Nordosten des Landes, danach noch ein Beben der Stärke 2,9 (Spiegel).

5 Uhr 00, MEZ. Obama will mehr auf Erdgasförderung per Fracking setzen (Handelsblatt).

4 Uhr 00, MEZ. Japan fällt zurück in die Rezession (Telepolis) und hat zum ersten Mal seit 1980 ein Handelsdefizit weil es mehr importiert als exportiert (Handelsblatt, Spiegel, Welt, Focus). Der Niedergang hat jedoch schon lange vorher angefangen (Handelsblatt).

Dienstag, der 24. Januar 2012

23 Uhr 00, MEZ. Israel droht im Atomstreit gegen den Iran mit einem Alleingang (Handelsblatt).

22 Uhr 00, MEZ. In Japan sind ab Mittwoch nur noch 50 der 54 Atomreaktoren in Betrieb. Tepco wird den Reaktor 5 des AKW Kashiwazaki-Kariwa" für mindestens fünf Monate zu Wartungsarbeiten abschalten. Danach hat das Unternehmen nur noch einen von 16 Reaktoren am Laufen. Am Freitag wird das Unternehmen Chugoku Electric den Reaktor "Shimane 2" herunterfahren. Danach sind dort nur noch 3 Atomreaktoren am Netz (Spiegel). Tepcos Risiko wird wahrscheinlich sozialisiert (Telepolis).

21 Uhr 00, MEZ. In den nächsten 2 Monaten erhöhen mehr als 100 Energieversorger die Preise (Stern).

20 Uhr 00, MEZ. E.on streicht 6000 Stellen in Deutschland (Focus), die Anteile an E.on Russia werden aufgestockt (Handelsblatt). Die Gewerkschaften stimmen zu (Spiegel).

19 Uhr 00, MEZ. Q-Cells am Abgrund (Sueddeutsche, Spiegel). Auch Conergy macht Sorgen (Handelsblatt). Aggressive Solarlobby (Spiegel). Bärbel Höhn (Die Grünen) will die Förderung stark kürzen (taz). Die Solarförderung soll bereits zum 1. April gekürzt werden (Handelsblatt). Mövenpigpartei und Union nähern sich an (taz, Telepolis).

17 Uhr 00, MEZ. Großverbrauchern winkt bei Stromausfall ein Geldsegen (Focus).

16 Uhr 00, MEZ. Der niederländische Stromkonzern Delta hat die Pläne für den Bau des AKW Borssele II für mindestens 2 bis 3 Jahre auf Eis gelegt (Spiegel).

15 Uhr 00, MEZ. Röttgen will das manchmal ein wenig atomkritische Bundesamt für Strahlenschutz teilweise entmachten und ein Bundesamt für Endlagerung gründen (taz).

12 Uhr 00, MEZ. Im April wird Japan ausprobieren wie des ohne Atomstrom ist. Die lezten 5 AKWs werden dann routinemäßig für Inspektionen vom Netz genommen. Atomreaktoren laufen in Japan immer 13 Monate am Stück (wenn nix schiefgeht) und müssen dann zur Wartung heruntergefahren werden.
Der Import von Rohöl hat sich im Dezember gegenüber dem vorjahr vervierfacht. Die Strompreise für Tepco-Großkunden sind seit April letzten Jahres um 17% angestiegen. Die japanische Regierung will die AKW-Laufzeiten von 40 auf 60 Jahre verlängern obwohl man mit Fukushima I Reaktor 1 derart miese Erfahrungen gemacht hat. Für Neubauten dürfte nämlich keine Akzeptanz in der Bevölkerung mehr zu finden sind. Die Wiederinbetriebnahme verzögert sich wegen Protesten durch Atomgegner und weil die lokalen Behörden dem auch zustimmen müssten (Telepolis).

11 Uhr 00, MEZ. Laut der US-amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ist es unwahrscheinlich dass "Elektroautos ein höheres Risiko eines Feuers nach einem Unfall haben als Autos mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor" (Handelsblatt).

Montag, der 23. Januar 2012

22 Uhr 00, MEZ. Philipp Röslers (Wirtschaftsminister) Rohstoffstrategie ist unklar (Handelsblatt).

21 Uhr 00, MEZ. Weil sich Klimaschutz in Europa nicht mehr "lohnt" droht der Verlust der Sptzenstellung bei grünen Technologien (taz).

20 Uhr 00, MEZ. Passivhäuser werden rentabel (Focus).

19 Uhr 00, MEZ. Die Bundesregierung wird laut Gudrun Kopp (Mövenpickpartei / Staatssekretärin im Entwicklungsministerium) das Gebiet Yasuni in Ecuador projektbezogen mit insgesamt 34,5 Mio. Euro vom Budget des Entwicklungs- und Umweltministerium unterstützen (taz).

18 Uhr 00, MEZ. Jose Sergio Gabrielle (Vorstandschef des brasilianischen Ölkonzerns Petrobras) will in die Politik wechseln. Wenn es nach dem Willen von Guido Mantega (Brasilianischer Finanzminister) geht wird Maria das Gracas Silva Foster die Nachfolgerin (Handelsblatt).

16 Uhr 00, MEZ. Ab 2015 sollen bekanntlicherweise mehrere Castortransporte mit radioaktivem Müll aus Sellafield zurück nach Deutschland kommen. Umschlaghafen soll laut einem internen Schreiben Bremerhaven werden. Dem möchte Bremen einen Riegel vorschieben und seine Häfen für Atomtransporte sperren. Am Mittwoch soll das Gesetz im Landtag von den Regierungsfraktionen beschlossen werden (taz, Spiegel, taz, taz).

12 Uhr 00, MEZ. Die EU beschließt ab 1. Juli ein Ölembargo gegen den Iran (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, WeltTelepolis, Handelsblatt, Handelsblatt). Die Bevölkerung leidet - Die Revolutionsgarden are the Winner (Spiegel). Die Folgen des Ölembargos (Sueddeutsche).

03 Uhr 00, MEZ. Das Unternehmen Masdar, welches dem Staatsfond Mubadala aus Abu Dhabi gehört, prüft den Einstieg in einen deutschen Offsshore-Windpark. Bereits 2008 hat das Unternehmen 20% des britischen Offshore-Windparks London Array gekauft (Handelsblatt).

02 Uhr 00, MEZ. Die Außenminister der EU treffen sich heute zu Entscheidungen über weitere Sanktionen (u.a. ein Ölembargo) gegen den Iran. Das Ziel dabei ist, die Finanzmittel für das Atomprogramm des Landes zu beschneiden (Tagesschau).

Sonntag, der 22. Januar 2012

12 Uhr 00, MEZ. Olaf Glaeseker (Ex-Sprecher des Bundesprädidenten Christian Wulff) sammelte offenbar, anders als vom Bundespräsidenten behauptet, Sponsorgelder für eine Party-Reihe ein. Mitte November 2009 meldete Glaeseker gegenüber einer Mitarbeiterin des Eventmanagers Manfred Schmidt: "Der Ölkonzern Exxon wird sich mit 15.000 Euro beteiligen". Anfang Dezember 2009 notierte ein Mitarbeiter von Schmidt: "Glaeseker hat mit dem Energiekonzern RWE eine Zahlung von 25.0000 Euro vereinbart".  Dafür dürfe RWE ein Elektroauto und eine Stromzapfsäule so in den Eingangsbereich stellen, dass eine ausreichende mediale Aufmerksamkeit sicher sei. Ausserdem sollte Glaeseker möglicherweise auch nachhaken damit sich ein RWE-Vorstand bei der Party blicken lasse (Spiegel).

08 Uhr 00, MEZ. Auf der Handelsblatt Jahrestagung "Energiewirtschaft 2012" wird wieder davon geblubbert, dass das Stromnetz zu langsam ausgebaut wird und es deshalb in Deutschland zu Stromausfällen kommen soll. Laut Boris Schlucht (Chef des Netzbetreibers 50-Hertz) musste sein Unternehmen mehr als 200-Mal eingreifen um das Netz zu stabilisieren. Seiner Aussage nach mussten Kraftwerksbetreiber dazu alte, uneffiziente Anlagen kurz ans Netz nehmen oder effiziente Anlagen vom Netz nehmen (Handelsblatt).
04 Uhr 00, MEZ. Laut Goodard Institute for Space Studies (GISS) der NASA war 2011 seit Beginn der Aufzeichnungen weltweit das neuntwärmste Jahr (Telepolis).

Samstag, der 21. Januar 2012

20 Uhr 00, MEZ. Das Unternehmen Microsol aus den Vereinigten Arabischen Emiraten interessiert sich für die insolvente Berliner Solarfirma Solon. Die Übernahme wurde offenbar bereits beim Kartellamt angemeldet (Handelsblatt).


15 Uhr 00, MEZ. Die Dividenden von RWE sinken (Handelsblatt).

Freitag, der 20. Januar 2012

13 Uhr 00, MEZ. Hausbesitzer werden immer schärfer auf Beteiligungen an Windpark-Genossenschaften (Welt).

08 Uhr 00, MEZ. Die EU Staaten können sich bezüglich einem Embargo gegen den Iran weiterhin nicht einigen (Focus).

Donnerstag, der 19. Januar 2012

24 Uhr 00, MEZ. Die Solarförderung soll nach Norbert Röttgens Meinung nun monatlich gesenkt werden wenn vom Marktwachstum vorher gesetzte Grenzen überschritten werden (Tagesschau, Spiegel, Handelsblatt, Stern). Solaranlagen können dennoch weiterhin lohnenswert sein (Focus). Die Debatte um Solarförderung ist dumm wie Ananas (taz, Telepolis, Handelsblatt).

23Uhr 00, MEZ. Eingeschränkte Dämmpflicht für Gebäude (FAZ). Sie bleibt ein Randphänomen auch nach 35 Jahren ein Randphänomen (Telepolis).

22 Uhr 00, MEZ. Wissenschaftler um Adam Wargacki vom US-amerikanischen Biotechnik-Unternehmen Bio Architecture Lab (BAL) haben ein gentechnisch verändetes Bakterium geschaffen welches Zuckermoleküle aus Seetang in Biosprit verwandeltn kann (Welt, Telepolis).

20 Uhr 00, MEZ. Ein spontaner Zusammenbruch des Atomlagers ASSE ist offenbar auszuschließen. Unterdessen gibt Umweltminister Norbert Röttgen vor, die Rückholung beschleunigen zu wollen (Spiegel).

18 Uhr 00, MEZ. Tepco hat etwa 70 Minuten lang mit Hilfe einer ferngesteuerten Sonden Bilder aus dem Inneren von Reaktorblock 2 gemacht. Sie zeigen hohe Strahlung, Dampf und rostige Metallteile. Einige Teile im Sicherheitsbehälter konnten bisher noch nicht zugeordnet werden. Vom Brennstoff und Kühlwasser war weit und breit nix zu sehen. Der Wasserstand ist damit niedriger als erwartet was die Genauigkeit der Instrumente in Frage stellt. Die Temperaturen bleiben jedoch konstant. Heute wurden 44,7°C gemessen. Auch von aus Reaktor 1 und 3 sollen Bilder gemacht werden. Dazu sind jedoch laut Tepco besser angepasste Geräte und geringere Strahlenwerte notwendig (Handelsblatt).

16 Uhr 00, MEZ. Die EnBW will den Anteil Erneuerbarer Energien bis 2020 von heute 3000 auf dann 6000 MW verdoppeln und dazu zwischen 8 und 10 Mrd. Euro investieren. Der Anteil Erneuerbarer Energien im Energiemix von EnBW würde dann bei 35% liegen. Vor der Abschaltung der beiden AKWs waren es nur 20%.
Demnächst soll der Bau des Offshore Windparks Baltic 2 in der Ostsee mit einer Leistung von 288 MW beginnen. Dafür wird mit etwa 1,3 Mrd. Euro gerechnet. In der Nordsee wurden weitere Lizenzen erworben. Dort sollen mit 3,5 Mrd. Euro zwei weitere Windparks gebaut werden. In Düsseldorf soll ein Gas- und Turbinen-Kraftwerk gebaut werden (Handelsblatt)..

15 Uhr 00, MEZ. Die EU will mehr Elektroschrott zu Rohstoffen verarbeiten und den Export erschweren (Tagesschau, Heise, taz).

12 Uhr 00, MEZ. Norbert Röttgen (CDU - Bundesumweltminister) macht wieder einmal eine Wende und will jetzt die Förderung von Solarenergie doch kürzen (Focus, taz). Die Branche wehrt sich (Handelsblatt).

4 Uhr 00, MEZ. In Ägypten ist bei Protesten offenbar eine unbekannte Menge radioaktiven Materials aus einem Tresor des im Bau befindlichen AKW Dabaa verschwunden. Auch über die Art des entwendeten Materials wurden keine Angaben gemacht (Nixblog - Radioaktives Material aus ägyptischem AKW Dabaa geklaut).
Mittwoch, der 18. Januar 2012

22 Uhr 00, MEZ. US-Präsident Barack Obama spricht sich gegen den Bau der Ölpipeline Keystone XL aus (Spiegel, Focus, Handelsblatt, taz, Telepolis).

20 Uhr 00, MEZ. Weil die Regierung mit C02-Zertifikaten nur so um sich geworfen hat, sind die Preise nun halbiert und der Bundesregierung fehlen 2012 bis zu 400 Millionen Euro für die Finanzierung des Energie- und Klimafonds mit dem Klimaschutzprojekte wie Förderung von Gebäudedämmung und Elektroautos gefördert werden sollen (Spiegel).

14 Uhr 00, MEZ. Strom statt Essen. Deutschland muss Getreide importieren weil immer mehr Bauern den Ertrag ihrer Äcker verheizen (Welt).

9 Uhr 00, MEZ. Machtkämpfe um Areva. Schlammschlacht zwischen Sarkozy und Lauvergeon (Handelsblatt).

7 Uhr 15, MEZ. Von den Grünen wurde ein umfassendes Konzept für eine Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll ausgearbeitet. Vorausgesetzt wird eine ein sofortiger Stopp aller  Ausbau- und Erkundungsarbeiten in Gorleben. Als möglicher Standort soll er aber im Rennen bleiben und erst später anhand festzulegender Kriterien für ein Endlager ausgeschlossen werden.
Der Auswahlprozess soll absolut transparent und nachvollziehbar sein. Zwischen 2014 und 2016 sollten 4 Standorte ausgesucht und festgelegt werden. Bis 2027 folgt dann eine unterirdische Erkundung von mindestens 2 Standorten. Die Kosten sollen von den AKW-Betreibern getragen werden. Das Geld soll in einen öffentlich-rechtlichen Fond überführt werden um es z.B. gegen Insolvenzen abzusichern.
Der Atommüll soll in tiefen geologischen Schichten mit der Maßgabe eines Isolationszeitraums für eine Million Jahre gelagert werden. Es soll vor Beginn keines der potentiellen "Wirtsgesteine" (Salz, Ton, Granit) ausgeschlossen werden (Focus, Handelsblatt, taz, taz).

7 Uhr 00, MEZ. Private Blockheizkraftwerke zur Stromversorgung im Keller (Focus).

Dienstag, der 17. Januar 2012

19 Uhr 00, MEZ. Die Mannheimer MVV Energie ist der einzige börsennotierte Stadtwerke-Konzern in Deutschland. Er will lieber Windmühlen an Land bauen als unrentable und riskante Offshore-Parks (Handelsblatt).

12 Uhr 00, MEZ. Der Iran will den USA nur ein Spielzeugmodell im Maßstab 1:80 zurückgeben (Welt). Der Westen sollte manchen Schreiberlingen nach nicht von seiner harten Gangart dem Iran abweichen (Welt). Wobei sich andere fragen wo denn die harte Gangart ist. Wenns um Exporte und Geld machen geht sieht man ganz besonders in Berlin und bei der Mövenpigpartei nix davon (Handelsblatt).

10 Uhr 00, MEZ. Das Solarstromfässle wird wieder aufgemacht (Telepolis). Norbert Röttgen (Umweltminister) hält genau wie Ewald Schindlerbeck (Chef der Solarsparte bei Wacker Chemie) wenig davon (taz, Handelsblatt).

9 Uhr 00, MEZ. Die Preise für Seltene Erden kommen auf den Boden der Tatsachen zurück (Focus).

7 Uhr 00, MEZ. Warum der Strom in Deutschland so teuer ist (Handelsblatt).

Montag, der 16. Januar 2012

22 Uhr 00, MEZ. Das Fernwärmemonopol fällt. Vattenfall muss seine Netze öffnen (taz).

20 Uhr 00, MEZ. Die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland sind 2010 leicht um 2,7% angestiegen (Spiegel).

12 Uhr 00, MEZ. In Japan traffen sich 10.000 Anti-AKW-Aktivisten und 100 Redner aus mehr als 30 Ländernum über die Abschaffung der Atomindustrie und die Bewältigung der Katastrophe von Fukushima zu diskutieren.
Die japanische Anti-AKW-Gruppe Nazen ist seit der Gründung im August 2011 auf 1000 aktive Mitglieder angewachsen. Daneben gibt es in japan noch zahlreiche andere Anti-AKW-Organisationen. Für 2012 sind in ganz Japan viele Aktionen geplant. Darunter fallen auch Initiativen für einen Volksentscheid. Die Aktion Sayonara Genpatsu möchte bis Ende des Jahres 10 Mio. Unterschriften gegen Atomenergie sammeln (taz).

11 Uhr 00, MEZ. Goodluck Jonathan (Präsident von Nigeria) kündigt wegen anhaltender Unruhen eine Senkung der Treibstoffpreise um 30% an (Tagesschau, Spiegel).

Sonntag, der 15. Januar 2012

20 Uhr 00, MEZ. Energiewende - Eine Gefahr für die Natur (taz).

19 Uhr 00, MEZ. Philipp Rösler (Vorsitzender der Mövenpigpartei und Wirtschaftsminister) möchte die Förderung für Solarenergie fördern (Tagesschau).


Samstag, der 14. Januar 2012


22 Uhr 00, MEZ. Das Stromnetz der Bahn soll vermehrt für den Energietransport von Norddeutschland nach Süden genutzt werden. Bis April 2012 soll eine entsprechende Studie vorliegen. Bereits jetzt werden einige Leitungen von örtlichen Energieversorgern mitgenutzt (Welt).

20 Uhr 00, MEZ. Laut einer Studie des solarkritischen Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) wird der Ausbau der Solarenergie wieder mal unendlich viel Geld kosten (Spiegel, Photovoltaik).

18 Uhr 00, MEZ. Die chinesische Bohrinsel "Scarabeo 9" ist auf dem Weg in kubanische Hoheitsgewässer. Ab Ende Januar soll er dort das erste von 5 Löchern bohren. Kubanische und US-amerikanische Experten sind der Meinung dass sich dort ein großes Ölfeld befindet.
Im Moment fördert der kubanische Staatskonzern Cupetseit mehr als 20 Jahren zwischen Santa Cruz del Norte und Matanzas schweres, schwefelhaltiges Erdöl welches zur Stromproduktion verwendet wird (taz).

17 Uhr 00, MEZ.  CDU Politiker wollen das Ökostromgesetz umkrempeln und den Ausbau der Erneuerbaren an den Ausbau der Stromnetze koppeln (Focus).

14 Uhr 00, MEZ.  Der Atomstreit mit dem Iran eskaliert (Sueddeutsche).

8 Uhr 00, MEZ.  Das Biotechnik-Unternehmen BRAIN hat im Brankohlekraftwerk Niederaußern bei Köln eine Reheinuntersuchung an 3000 natürlich vorkommenden Mikroorganismen durchgeführt um zu überprüfen ob sie sich zur biologischen Synthese von Treibstoffen und Kunststoffen aus CO2 eignen. Gesucht wurde nach Organismen die CO2 im Stoffwechsel verwenden und dadurch als lebende Abgasfilter eingesetzt werden können. Ein weiteres Kriterium waren auch die harten Umweltbedingungen in Abgasen und Abwässen denen sie standhalten müssen. 29 Arten wurden nun in eine engere Auswahl genommen. Sie sollen weiter untersucht werden (Telepolis).

Freitag, der 13. Januar 2012

8 Uhr 00, MEZ.  Das Bundeskartellamt hat der Minderheitsbeteiligung von Gazprom an Verbundnetz Gas (VNG) offenbar zugestimmt. Die Anteile hat der russische Konzern bereits vor 2 Jahren auf 10,52% verdoppelt aber bisher auf einen Teil der Stimmrechte verzichtet um die Kontrollpflicht des Kartellamts zu vermeiden. Diese Einschränkung war jedoch befristet (Handelsblatt).

4 Uhr 00, MEZ.  14 Maßnahmen für einen besseren Klimaschutz (Telepolis, Spiegel, Welt).

Donnerstag, der 12. Januar 2012

20 Uhr 00, MEZ.  Laut David Philips (Chef der britischen Royal Society of Chemistry (RSC)) ist James Bond schuld am schlechten Image der Atomindustrie. In dem Film "James Bond -007 jagt Dr. No" wird vom obersten Bösewicht die Energie eines Atomreaktors dazu benützt um Weltraumraketen auf einen Todeskurs zu bringen (Spiegel).

18 Uhr 00, MEZ.  Die Sonne macht Rendite (taz, Telepolis).

17 Uhr 00, MEZ.  Die EnBW hat die Klage wegen der Atombrennstoffsteuer am Finanzgericht Baden-Württemberg in Stuttgart verloren und bekommt die bereits bezahlten Steuermillionen vorerst nicht erstattet. Das Gericht beruft sich dabei auf das Verfassungsgericht welche dem Bund die Kompetenz zur Einführung einer Atombrennstoffsteuer zugesteht (Handelsblatt, Tagesschau, Sueddeutsche, taz). RWE und E.ON klagen trotzdem weiter (Welt, Handelsblatt).

12 Uhr 00, MEZ.  Elektromobile fallen weniger durch Reichweite und mehr durch die hohen Preise bei den Kunden durch (Handelsblatt).

10 Uhr 00, MEZ.  Europas Ölkonzerne drosseln bereits jetzt den Stromimport aus dem Iran bevor die EU in einigen Wochen den Ölhandel verbietet (Spiegel). Nach dem Motto "Wer bremst verliert" rasen die USA und der Iran aufeinander zu (Welt). Die USA verlegen wegen dem Streit mit dem Iran die beiden Flugzeugträger "Carl Vinson" und "Abraham Lincoln" ins Arabische Meer (Focus). Iranische Medien fordern Vergeltungsmaßnahmen für den Mord (Focus).

1 Uhr 00, MEZ.  Laut einer Studie der US-amerkianischen Nichtregierungsorganisation "Nuclear Thread Initiative (NTI) sind die weltweiten Bestände an Atommaterial nicht ausreichend gesichert so dass sie in die Hände von Terroristen fallen könnten.
Bei der Untersuchung wurde die Sicherheit von Atommaterial in hunderten von Lagerstätten, mit mehr als einem Kilogramm atomwaffenfähigem, hochangereichertem Uran, in 32 Ländern durch Experten nach folgende Kriterien eingestuft:
1. Die Menge des hochangereicherten Urans und Plutoniums
2. die Anzahl der Lagerstätten
3. Schutzvorkehrungen in den Lagern
4. Transparenz und Umsetzung von internationalen Sicherheitsstandards und die Fähigkeit und Bereitschaft des Staates zur Anwendung der Sicherheitsstandards
5. Soziale Faktoren wie politische Stabilität, Korruption und die Existenz von Organisationen, die sich Atommaterial verschaffen wollen.
Alle Länder sollten der Studie nach mehr tun. Am sichersten sind demnach noch Australien, Ungarn und Tschechien. Am misserabelsten wurden Nordkorea, Pakistan und der Iran eingestuft. Deutschland schafft es gerade mal auf Platz 10 (Handelsblatt, Spiegel).

Mittwoch, der 11. Januar 2012

19 Uhr 00, MEZ.  VW hat mit dem E-Bugster auf der Automesse in Detroit eine Elekroversion des Käfers vorgestellt. Das Auto hat eine Länge von 4,2 Metern und eine Breite von 1,83 Metern. Das sind etwa die Maße des VW Beetle. Er ist jedoch bei einer Höhe von 1,4 Metern etwa 9 cm niedriger. E-Bugster wurde als Sportwagen ausgeführt. Der Elektromotor hat 85 kW und beschleunigt den Sportwagen in 10,9 Sekunden auf 60 Mph (96,5 km/h) (Golem).

15 Uhr 00, MEZ.  Die USA bauten zum Preis von 4 Mrd. US-Dollar in den 1950er Jahren in der Arktis ein riesiges Frühwarnsystem mit 25.000 Mann und einer Kette riesiger Radarstützen die vor Atomangriffen der Sowjetunion schätzen sollte. Ein teurer Flop weil die Sowjetunion kurz danach bereits über Interkontinentalraketen verfügte die damit nicht erfasst werden konnten (Spiegel).

14 Uhr 30, MEZ.  Laut einer neuen Opferbilanz der japanischen Polizei starben bei dem Beben und Tsunami vom 11. März 2011 mehr als 19.300 Menschen. Bestätigt wurde bisher der Tod von 15.844 Personen. 3450 Menschen werden noch vermisst (Spiegel).

14 Uhr 15, MEZ.  Die kleinste Atombombe die von den USA während dem Kalten Krieg auf deutschem Boden stationiert hatte war die "Atomic Demolition Munition" (ADM). Sie hatte eienne Durchmesser von 40 Zentimetern und ein Gewicht von 68 Kg. Die Sprengkraft betrug 1000 Tonnen TNT. Die Einsatzorte unterliegen bis heute der Geheimhaltung. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Bomben aus den Lagern in Deutschland entfernt (Spiegel).

14 Uhr 00, MEZ.  Echsen werden offensichtlich durch den Klimawandel klüger (Spiegel).

13 Uhr 45, MEZ.  Unfälle mit Atomwaffen (Spiegel).

13 Uhr 30, MEZ.  Alle Zwischenlager in Deutschland sollen offensichtlich wegen möglichen Terrorangriffen von 10 Meter hohen und 85 Zentimeter dicken Betonmauern geschützt werden. In Planung ist offenbar bereits der Bau an den AKW Standorten Gundremmingen und Isar II. Auch an den AKWs Biblis und Emsland sowie in Gorleben, Lubmin und Ahaus hat will man Mauern bauen. Der Gemeinderat von Gundremmingen stimmte mit Bauchschmerzen zu weil er wohl nur misserabel informiert wurde. Bezahlen tun angeblich die Betreiber. Details unterliegen  der Geheimhaltung (Focus, BR, Focus, Telepolis).

13 Uhr 00, MEZ.  E.on hat von dem brasilianischen Energieversorger MPX für 350 Mio. Euro einen Anteil von 10% übernommen. Die Konzerne wollen zusammen zum größten Energieversorger Brasiliens aufsteigen und vor allem Kohle- und Gaskraftwerke betreiben (Focus).

12 Uhr 30, MEZ.  Der Stromverbrauch Deutschlands ist trotz Wirtschaftswachstum aufgrund besserer Energie-Effizienz im Jahr 2011 um 0,5% gegenüber 2010 gesunken. Trotz der Abschaltung von  Atomreaktoren wurde nur 2,5% weniger Strom als 2010 produziert. Deutschland hat auch 2011 mehr Strom exportiert als importiert (Focus).
Die wichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung war 2011 noch einmal die Braunkohle mit einem Anteil von 25%, danach kommen bereits die Erneuerbaren Energien mit ca. 20%, auf Platz 3 liegt die Steinkohle. Atomenergie hat mit 18% keinen Platz mehr auf dem Siegertreppchen erreicht (Focus).

12 Uhr 00, MEZ.  Frankreich baut bis 2016 offenbar 5 Offshore-Windparks an den Küsten von Normandie und Bretagne. Sie sollen 3 Gigawatt Strom produzieren. Danach bis 2020 soll das auf 6 GW ausgeweitet werden (Spiegel).

10 Uhr 00, MEZ.  Im Iran wurde offenbar der 32jährige Atomwissenschaftler Ahmadi Roshan ermordet. Zwei weitere Personen wurden verletzt. Ein Attentäter auf einem Motorrad hat offenbar einen magnetischen Sprengsatz an seinem Fahrzeug angebraucht. Roshan hat seinen Abschluss an der Ölindustrie Universität gemacht und leitete eine Abteilung der Urananreicherungsanlage in Natanz (Sueddeutsche, Spiegel, Spiegel, Sueddeutsche, Welt, Handelsblatt, Telepolis).
Die Atomanlage in Fordo liegt etwa 80 bis 90 Meter unter der Erde und damit zu tief um sie mit bunkerbrechenden Waffen zu zerstören. Der 14 Tonnen schwere US-amerikanische "Massive Ordnance Penetrator" (MOP) kann vor der Explosion maximal in eine Tiefe von 60 Metern in die Erde eindringen. Kaum genug um die Anlage zu beschädigen oder zu Zerstören. Zudem ist die Entwicklung der MOP noch nicht einmal abgeschlossen (Spiegel).

9 Uhr 00, MEZ.  Das Wachstum der Windräder (Technology Review).

4 Uhr 00, MEZ.  Die Solartechnikfirma Wagner & Co wurde 1979 von Atomkraftgegnern gegründet. Heute hat sie 350 Mitarbeiter. Die Führungskräfte werden alle zwei Jahre von den Mitarbeitern neu gewählt.(Handelsblatt).

Dienstag, der 10. Januar 2012

23 Uhr 00, MEZ.  Die Fluggesellschaften erhöhen schon mal vorab die Preise um am Emissionshandel zu verdienen (Sueddeutsche).

22 Uhr 00, MEZ.  Die Grenzen des ungezügelten Wachstums. Grünes Wachstum durch Kaskaden würde Rohstoffverbrauch und Umweltverschmutzung massiv senken. Auch eine Geburtenkontrolle wäre notwendig damit nicht die Natur die Sterberate massiv erhöht.
taz, Nach dem Vorbild der Natur
taz, Erfinder des ökologischen Rucksachs
taz, Die frühen Mahner
taz, Der Vater der Ökosteuer
taz, Glücksgefühl statt mehr Konsum
taz, Der Kapitalismus stranguliert sich selbst
taz, Gründliche Verdauung statt Durchfall
taz, Wertkonservativer Wachstumskritiker
taz, Der Schrumpf-Terrorist
taz, Immer höher, schneller, weiter?
taz, Genuss statt Waffen
taz, Die Untragik der Allmende
21 Uhr 00, MEZ. Vor der Westküste Indonesiens gab es um 2 Uhr 37 Ortszeit (19 Uhr 37 MEZ) ein Erdbeben der Stärke 7,3. Das Hypozentrum lag etwa 420 Kilometer vor der Küste Aceh in einer Tiefe von ca. 30 Kilometern. Berichte über Verletzte und Schäden liegen bisher nicht vor (Tagesschau, Spiegel).

20 Uhr 00, MEZ. Der deutsche Automobilzulieferer Continental möchte in Zukunft mit dem sükoreanischen Energie- und Petrochemieunternehmen SK Innovation zusammenarbeiten (Heise).
  
19 Uhr 00, MEZ. Seltene Erden in Sachsen bei Storkwitz. Unter dem Ort liegen in einer Tiefe von etwa 170 Metern etwa 38.000 Tonnen der Metallverbindungen. Dazu noch einmal ungefähr 8000 Tonnen Niob (Spiegel).

16 Uhr 00, MEZ. Nordrhein-Westfalen wird möglicherweise gegen das AKW Borssele II welches die Niederlande etwa 180 Kilometer von der Landesgrenze entfernt liegt protestieren (Spiegel, Handelsblatt, Spiegel).

12 Uhr 00, MEZ. Dank dem relativ milden Winter werden für 2011 wahrscheinlich bis zu 15% weniger Heiskosten anfallen als für 2010 (Focus).

8 Uhr 00, MEZ. Tata möchte mit einem Elektro-Emo auch bei strombetriebenen Fahrzeugen die Preisschraube nach unten drehen (Spiegel).

4 Uhr 00, MEZ. Bei Fotovoltaik ist von explodierenden Kosten keine Spur zu sehen (Telepolis).

Montag, der 09. Januar 2012

19 Uhr 00, MEZ. Der norwegische Ölkonzern Stadtoil hat offenbar ein Ölvorkommen mit bis zu 50 Milliarden Liter am Havis-Feld in der Barentssee gefunden. Im April 2010 wurde in einer Entfernung von nur 7 Kilometern das Skrugard-Feld mit etwa der selben Größe entdeckt (Spiegel).


18 Uhr 00, MEZ. Laut einer Studie verschiebt sich die nächste Eiszeit wegen dem von Menschen verursachten Klimawandel. Den Berechnungen nach kommt sie statt in 1500 Jahren erst in 8500 Jahren (Sueddeutsche, Spiegel).

17 Uhr 00, MEZ. Streiks in Nigeria wegen hohen Benzinpreisen (Tagesschau).

16 Uhr 00, MEZ. In Deutschland wird immer mehr Mais zu Biogas verarbeitet so dass die Anbauflächen für Getreide abnehmen. Daher ist 2012 wahrscheinlich erstmals seit 25 Jahren Import aus anderen Ländern angesagt (Spiegel).

10 Uhr 00, MEZ. Wasserkraftwerke werden durch Sedimentation der Stauseen mittelfristig unbrauchbar (Telepolis).

Sonntag, der 08. Januar 2012

16 Uhr 00, MEZ. In Polen findet am Donnerstag 12. Januar 2012 eine Volksabstimmung über den Bau eines AKWs in der Gemeinde Mielno statt (Telepolis).

4 Uhr 00, MEZ. Im Dezember 2011 wurde bei Fotovoltaikanlagen mit einem Zubau von ca. 3000 MW ein neuer Rekord aufgestellt (Telepolis, taz).

Samstag, der 07. Januar 2012

18 Uhr 00, MEZ. Die neue iranische Urananreicherungsanlage in Fordo soll demnächst in Betrieb genommen werden (Welt, taz). Der Westen bereitet sich unterdessen auf eine mögliche Sperrung der Strasse von Hormus durch den Iran vor (Focus).

17 Uhr 00, MEZ. Der feuchte Traum vom AKW das sischä ist ist trotz aller Katastrophen nicht totzukriegen. Diesmal wird wieder der Thoriumreaktor gepuscht (Telepolis).

14 Uhr 00, MEZ. Die Mitglieder einer US-amerikanisch-russischen Polarexpedition waren im Spätsommer 2011 mit dem Forschungsschiff "Akademik Lawrentiew" im akrtischen Schelf Nordsibiriens wie große Blasen des Treibhausgases Methan an die Wasseroberfläche kamen (Focus).

Freitag, der 06. Januar 2012

21 Uhr 00, MEZ. Der Netzbetreiber Tennet hat offenbar auch bei Gesprächen mit der Wien Energie GmbH schlecht gearbeitet so dass nicht ganz so viel Strom aus Österreich als Reserve zur Verfügung steht. Hr. Rössler (Mövenpickpartei) der den Umstieg auf Erneuerbare mit seiner Partei 10 Jahre lang massiv blockiert hat wagt es mir vorschreiben zu wollen dass ich auf meine Rechte verzichten soll (Welt).

20 Uhr 00, MEZ. 2011 gingen trotz Kürzung der Förderungen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 7500 MW ans Netz. Das sind mehr als im bisherigen Rekordjahr 2010 (Spiegel).

18 Uhr 00, MEZ. Aufwindkraftwerke mit der Effizienz von Atomkraftwerken (Welt).

17 Uhr 00, MEZ. China plant ein Energieministerium (Spiegel).

15 Uhr 00, MEZ. Das US-amerikanische Unternehmen Eos Energy Storage hat offenbar einen Zink-Luft-Akku entwickelt welcher unter anderem als Energiespeicher im Stromnetz und in Elektroautos eingesetzt werden soll. Da der Akku den Sauerstoff als Reaktionsmittel aus der Luft entnehmen hat er ein günstigeres Kapazität-Volumen-Verhältnis. Ausserdem sind die Materialien nicht so umweltschädlich wie bei anderen Akkus. Auch die Herstellung ist günstiger und sicherer als z.B. bei einem Lithium-Ionen-Akku (Golem).

12 Uhr 00, MEZ. Das US-amerikanische Start-Up Unternehmen Gevo hatte von der US-amerikanischen Regierung mehrere Millionen an Fördermitteln bekommen um eine Technik zu entwickeln mit der aus stark zellulosehaltigen Pflanzenquellen wie Holzchips und Rutenhirse kostengünstiger und umweltschonender Biotreibstoff hergestellt werden sollte.  Die Produktionskosten liegen jedoch noch deutlich höher als bei Ethanol aus Mais. Daher stellt Gevo nun aus Essen (Mais) Butanol für die Chemieindustrie her (Heise, Technology Review).

10 Uhr 00, MEZ. Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg ist es nun zum ersten Mal gelungen, ein Vorhersage-Modell für Meeresströmungen zu erstellen. Die globale Meeresbewegung wird in der Fachsprache Meridionale Umwälzbewegung (MOC) genannt). Sie führt warmes Wasser in die Polarregionen. Dort kühlt es ab, sinkt in tiefere Meeresschichten und strömt in gemäßigte und tropische Breiten zurück. Bisher funktioniert es offensichtlich für 4 Jahre. Es soll weiter ausgebaut werden (Focus).
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Neues Vorhersagemodell: Bessere Prognosen für Europas Wasserheizung - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/neues-vorhersagemodell-bessere-prognosen-fuer-europas-wasserheizung_aid_699778.html

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Neues Vorhersagemodell: Bessere Prognosen für Europas Wasserheizung - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/neues-vorhersagemodell-bessere-prognosen-fuer-europas-wasserheizung_aid_699778.html
8 Uhr 00, MEZ. Die "Schlichtungsstelle Energie" fordert in ihrer ersten Entscheidung vom Stromdiscounter Flexstrom die Auszahlung angekündigter Leistungen. Flexstrom will den Schlichterspruch jedoch nicht akzeptieren und vor Gericht ziehen (Welt).

Donnerstag, der 05. Januar 2012

21 Uhr 00, MEZ. General Motors wird bei den Elektroautos Opel Ampera und Chevrolet Volt die Karosserie verstärken und das Kühlsystem der Batterie verbessern (Heise).

20 Uhr 00, MEZ. Sigmar Gabriel (SPD Vorsitzender und Ex-Bundesumweltminister) war zu Besuch im Atomklo ASSE und äußert den Vorwurf dass die schwarzgelden Regierungen in Hannover und Berlin die Rückholung des Strahlemülls verhindern wollen (taz).

18 Uhr 00, MEZ. Ein Ölembargo könnte den Iran in eine tiefe Krise stürzen (Welt). Auch in den europäischen "Südstaaten" Griechenland, Italien und Spanien, die besonders viel Öl aus dem Iran importieren, würden die Probleme dadurch nicht wirklich kleiner (taz, Spiegel).

15 Uhr 00, MEZ. Die Anleger und Aktionäre von Solar Millenium werden offensichtlich nicht mehr viel vom angelegten Geld wiedersehen (Focus).

14 Uhr 00, MEZ. Chinesische Fluggesellschaften wollen sich dem Europäischen Emissionshandel (ETS) verweigern (Spiegel).

9 Uhr 00, MEZ. Österreich stabilisierte am 8. und 9. Dezember 2011 die deutsche Stromversorgung nachdem das "sichere" Atomkraftwerk Gundremmingen C wegen einem ungeplanten Brennelementewechsel abgeschaltet werden musste. Daneben exportierte der Netzbetreiber Tennet Strom über die selben Stromleitungen nach Österreich und Italien während angeblich Süddeutschland nicht versorgt werden kann. Stoppen wollte der Konzern das aus Kostengründen nicht. So dass sich auch hier wieder mal der angebliche Strommangel und dünne Leitungen eher als Fehlkalkulation entpuppen (Welt, Spiegel, Spiegel, Focus, Telepolis).

5 Uhr 00, MEZ. Die EU strebt einen Importstopp für Öl aus dem Iran an (Tagesschau, Spiegel).

Mittwoch, der 04. Januar 2012

22 Uhr 00, MEZ. Die Staatsanwaltschaft ermittelt immer noch hin mehreren hundert Fällen gegen Unterzeichnung eines Solidaritätsaufrufs zum Schottern beim Castortransport 2010. Diesen hatten mehr als 1.500 Personen unterzeichnet. Bisher kam es noch zu keinem einzigen Verfahren.
In den letzen Wochen haben offenbar einige Unterzeichner ein Schreiben von der Lüneburger Staatsanwaltschaft bekommen laut der "das Verfahren gegen Zahlung einer Spende an gemeinnützige Organisationen eingestellt wird. Die Campagne "Castor schottern" fordert nun dazu auf, dieses Schreiben zu ignorieren um dem Protest Nachdruck zu verleihen (taz).

21 Uhr 00, MEZ. Yoshihiko Noda (Premierminister von Japan) versprach auf einer Pressekonferenz zum Jahresanfang eine Wiedergeburt der Region Fukushima. Einen Zeitplan, eine Aussage welche konkrete Maßnahmen vorgenommen werden und wie hoch die Kosten dafür sein werden, liefert er allerdings nicht.
Im Moment sollen die Behörden an der Dekontaminierung der Gegend arbeiten. Für Entschädigungen und Gesundheitskontrollen soll gesorgt sein. Die Demontage des Katastrophen-AKWs soll angeblich in 40 Jahren abgeschlossen sein (Spiegel).

20 Uhr 00, MEZ. Windmühlen liefern bei den derzeitigen Stürmen zusammen mit Sonnenenergie in den Spitzenverbrauchszeiten knapp 50% des Stroms (Telepolis).

19 Uhr 00, MEZ. Der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas muss seine Prognose zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit senken. Daraufhin bricht der Kurs um mehr als 20% ein (Spiegel).

18 Uhr 00, MEZ. Korruption, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, Schlamperei, miese Kommunikation ... sind weltweite Konstanten die sich nicht aus der Welt schaffen lassen und neben anderen Problemen Atomkraftwerke zu unsicher machen als das man diese Technik benützen sollte (Technology Review).

16 Uhr 00, MEZ. In den USA am Naval Research Laboratory (NRL), einer Forschungseinrichtung der US-amerikanischen Marine wird an einer Biobrennstoffzelle gearbeitet in welcher Mikroorganismen für Strom sorgen sollen (Golem).

15 Uhr 00, MEZ. Für und Wider von Elektrofahrzeugen. Zu teuer für die meisten - Reichweite würde für viele ausreichen. Steueranzreize für Betuchte (Spiegel).

12 Uhr 00, MEZ. Ein Drittel der Kommissionsmitglieder in den Kontrollausschüssen die Japans Atomindustrie überwachsen sollten haben Gelder aus der Atomindustrie erhalten (Telepolis).

10 Uhr 00, MEZ. In Taiwan soll der 509 Meter hohe Turm "Taipei 101" das höchste "grüne Gebäude" der Welt werden (taz).

9 Uhr 00, MEZ. Knapp 2/3 der Bürger in Deutschland wären bereit für einen schnelleren Umstieg auf Erneuerbare Energien einen Öko-Aufschlag bei den Strompreisen zu bezahlen (Focus, Telepolis).

8 Uhr 00, MEZ. In Ecuador verdoppelt ein Berufungsgericht die Strafe für Chevron auf 18 Mrd. US-Dollar weil sich der Konzern nicht für Umweltschäden im Amazonasgebiet entschuldigt hat (Spiegel, Focus, Telepolis).

7 Uhr 00, MEZ. In der Nähe von Wilmington in North Carolina entsteht im Moment eine unscheinbare Anlage in der spätestens ab 2013 Uran mit Laser-Isotopen-Trennung (LIS) angereichert werden soll. Mit der neuen Technik lässt sich Uran relativ einfach reaktortauglich auf 8% Uran-235 anreichern. Das Verfahren soll daneben billiger sein und weniger Abfall produzieren.
Der Haken dabei ist dass LIS auch zur Herstellung von waffentauglichem Uran mit einem Anteil von mindestens 90% Uran-235 geeignet ist. Zudem ist die Technik für viele Aussenstehende schwer zu entdecken. Sie benötigt nur eine mittelgroße Lagerhalle und verbraucht nicht mehr Strom als etwa 10 Haushalte. Damit kann sie auch von "nicht-staatlichen" Organisationen versteckt eingesetzt werden.
Die iranische Pilotanlage in Lashkar Aba'ad wurde nur entdeckt weil Dissidenten die IAEO informierten. Heute wird die Forschung an der Technik an anderen Orten weitergeführt (Technology Review).

3 Uhr 00, MEZ. Exxon hat gegen Venezuela verloren. Es ging bei dem Streit um 2007 vestaatlichte Ölfelder im Orinoco-Becken (Telepolis).

Dienstag, der 03. Januar 2012

19 Uhr 00, MEZ. Nigeria beendet die Subvention des Ölpreises (taz).

18 Uhr 00, MEZ. Alle französischen AKWs weisen Mängel auf. Aber sie sind sischä. Jedenfalls laut der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN (Tagesschau, Spiegel, taz).

11 Uhr 00, MEZ. Die EU dementiert die Anfrage des Iran zu neuen Atomgesprächen (Spiegel). Machtkampf im Iran (taz).

10 Uhr 00, MEZ. In Frankreich gibt es ca. 22.000 Menschen die als Strahlenfutter in Atomkraftwerken verheizt werden (Telepolis, Telepolis).

7 Uhr 00, MEZ. SPD-Pläne in Milliardenhöhe für ein Endlager für hochradioaktive Stoffe (Sueddeutsche, Spiegel). Stefan Birkner (Mövenpigpartei - Designierter Umweltminister von Niedersachsen) will dagegen an Gorleben festhalten (Focus, n-tv).
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Atom: Designierter Minister: Gorleben weiter erkunden - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/atom-designierter-minister-gorleben-weiter-erkunden_aid_698965.html

4 Uhr 00, MEZ. Wegen der Ölkatastrophe der Deepwater Horizon verklagt BP den Konzern Halliburton auf 20 Mrd. Euro Schadensersatz verklagt (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel).

3 Uhr 00, MEZ. Gegen das geplante Zwischenlager in Spanien regt sich Widerstand (Telepolis, taz).

Montag, der 02. Januar 2012

16 Uhr 00, MEZ. Das chinesische Solarunternehmen LDK Solar übernimmt Anteile am Konstanzer Solarzellen-Hersteller Sunways (boerse.ARD.de). Joachim Pfeiffer (CDU) will auf die Sonnenenergie einen Deckel draufmachen (Telepolis).
Sonntag, der 01. Januar 2012

21 Uhr 00, MEZ. Christchurch wurde in der letzten Nacht von einer Erdbebenserie geschüttelt. 2 der Beben lagen bei einer Stärke größer als 5. Es kam zu Stromausfällen. Berichte über Verletzte oder Schäden liegen nicht vor (Focus).

16 Uhr 00, MEZ. Die USA haben offenbar in Afghanistan ein riesiges Vorkommen an Seltenen Erden entdeckt (Spiegel). Die problematische Gewinnung Seltener Erden (taz).

13 Uhr 00, MEZ. Strom aus der Kläranlage (Welt).

10 Uhr 00, MEZ. Gestern feierten etwa 400 Menschen Asse-Party. Aktivisten von Robin Wood besetzten kurz das Fördergerüst über dem Schacht um ein Transparent mit der Aufschrift "Auslaufmodell Asse - Rückholung sofort - Raus kommt es so oder so" zu entrollen. Auch der Asse-Koordinationskreis sieht es "als alternativlos an, den Müll herauszuholen (NDR, taz, NDR, taz).

08 Uhr 00, MEZ. Um 14 Uhr 28 Ortszeit (06 Uhr 28 MEZ) gab wurde der Osten Japans von einem Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert. Das Hypozentrum lag vor der Küste in der Nähe der Insel Torishima, etwa 560 Kilometer südlich von Tokio in einer Tiefe von 370 Kilometern. Berichte über Verletzte und Schäden liegen bisher nicht vor (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel).

03 Uhr 00, MEZ. Zusammen mit dem US-amerikanischen Militärbudget 2012 treten neue Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Sie soll den Kauf von Öl aus dem Iran erschweren (Tagesschau). Die EU reagiert derweil vorsichtig auf das Verhandlungsangebot des Iran (Sueddeutsche). Der Iran nimmt Abstand von der Drohung zur Sperrung der Straße von Hormus (Spiegel). Der Iran hat nach eigenen Angaben selbst einen Kernbrennstab angefertigt (Tagesschau, Sueddeutsche) und es wurde heute eine Mittelstreckenrakete gezündet (Spiegel).

Energie-, Klima- und Rohstoffticker vom Dezember 2011