Freitag, 31. Oktober 2014

Ukraine

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Urenco

Gaszentrifugenkaskade
Der europäische Atomkonzern Urenco Gruppe  ist eine Gesellschaft britischen Rechts mit Hauptsitz in Marlow, Großbritannien. 

Die Gruppe ist in zwei Geschäftsbereiche geteilt:

Die Urenco Technologiegruppe produziert Zentrifugenanlagen. Zunächst wurden die Zentrifugen lediglich an die eigene Anreicherungsgruppe verkauft, seit einiger Zeit wird die Technik auch global vermarktet. Standorte sind Almelo, Capenhurst und Gronau (Westf.) im Münsterland.

Die Urenco Anreicherungsgruppe (UEC) betreibt die Anreicherung von Uran nach dem Zentrifugenverfahren und den Vertrieb des Endproduktes. Sie besitzt damit den "Schlüssel zur Atombombe". Zurzeit existieren drei Standorte in Europa und ein Standort in den USA:
  • Capenhurst in Cheshire
  • Almelo
  • Gronau
  • Eunice im US Bundesstaat New Mexico (seit 2010)
Die Urenco Deutschland engagiert sich als Sponsor des Kulturprogramms der Stadt Gronau und als Hauptsponsor der Fußballmannschaften Vorwärts Epe 1923 e. V. (Bezirksliga) und Fortuna Gronau 09/ 54 e. V.


Geschichte

1944. Professor Alfred R. Boettcher (ausgebildeter Physiker und Hauptsturmführer SS) bekommt den Auftrag, in den kriegsbesetzten Niederlanden die Labore der Universität Leiden zu plündern und dort Kollaborateur für Adolf Hitlers Atombomben-Forschung zu rekrutieren. Daraus entwickelt sich seine enge Beziehung zum niederländischen Atomwissenschaftler Jakob Kistemaker. Dieser wird von Boettcher und Wilhelm Groth – in den frühen Nachkriegsjahren nun in der Firma Degussa – zum Strohmann des späteren europäischen Urananreicherungs-Unternehmens Urenco aufgebaut um damit die verdächtige Zentrifugen-Entwicklung in ein „Drittland“ auszulagern.

1970. Mit dem "Vertrag von Almelo" zwischen Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden wird Urenco gegründet.  Urenco wurde 1970 mit dem 'Vertrag von Almelo' zwischen Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden gegründet. Dadurch sollten die Forschungen der drei Länder an der Zentrifugentechnik vereint und kommerziell genutzt werden. Großbritannien und die Niederlande halten je ein Drittel der Anteile. Die deutschen Atomkraftwerksbetreiber RWE und E.ON besitzen jeweils ein Sechstel der Anteile.
Urenco beginnt mit drei Pilotanlagen an den drei europäischen Standorten, bevor die Errichtung der ersten beiden kommerziellen Anlagen an den Standorten Capenhurst (E21) und Almelo (SP3) begann. 

Anfang der 1970er Jahre. Abdul Quadeer Khan arbeitet in einem niederländischen Labor im Umfeld des Urankonzerns Urenco für Urananreicherung und erhält Zugang zu Zentrifugentechnik mit der sich Uran auf waffenfähiges Niveau anreichern lässt. Dort kann er über lange Zeit völlig unbeobachtet Pläne kopieren.

1974. Preussenelektra gibt bekannt, dass man Urenco als erstes deutsches Versorgungsunternehmen über eine Absichtserklärung den Auftrag erteilt habe, Uran für den Brennstoff ein neues Atomkraftwerks im hessischen Borken anzureichern.

1976. Die ersten Kundenlieferungen werden aufgenommen.

1980. Die Anlagen erreichen mit einer gesamten Urantrennarbeit von 460 Tonnen pro Jahr die volle Kapazität. Die anschließende Produktionsausweitung kann dank des modularen Aufbaus der Zentrifugentechnik gut an die tatsächlichen Lieferverträge angepasst werden, weil sich die Nachfrageprognosen der 1970er Jahre in den 1980er und 1990er Jahren als völlig übertrieben herausstellen.

15. August 1985. Die Urananreicherungsanlage Gronau geht als Uran-Trennanlage 1 (UTA-1) in Betrieb. Damit ist Deutschland in der Lage auch ohne zivile Atomkraftwerke das radioaktive Uran militärisch nutzbar zu machen. In der Folge versechsfacht sich der Import von Natururan nach Deutschland.

Mai 1985. Der Namibia-Rat der Vereinten Nationen (UNCN) beschließt gegen Urenco wegen Bruch einer UNCN-Verordnung zu klagen. Nach dieser Verordnung ist der Abbau der natürlichen Ressourcen in Namibia unter der Besatzungsmacht Südafrika verboten, Urenco wird jedoch vorgeworfen Uranerz in Namibia aus der Rössing-Mine importiert zu haben. Der Fall kommt im Juli 1986 vor Gericht, wo die Niederländische Regierung sich der Position Urencos anschließt, dass sie nicht gewusst habe wo das Uranerz gewonnen wurde.

2005. Die Urenco Deutschland GmbH bekommt das Zertifikat Ethics in Business. Umweltverbände wie der BUND, Eurosolar oder der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz kritisieren die Vergabe des Zertifikates aus Umweltschutz-Gesichtspunkten als nicht gerechtfertigt.

2006. Urenco beliefert den Weltmarkt für angereichertes Uran mit einem Anteil von 23%. Bei einem Umsatz von knapp 900 Millionen Euro wurde ein Reingewinn von 209 Millionen Euro ausgewiesen.

2007. Urenco gerät in die öffentliche Kritik, als ein Beitrag der ZDF-Sendung Frontal21 berichtet, das Unternehmen verbringe abgereichertes UF6 nach Russland zur Wiederaufbereitung, ohne sich um die dort vorherrschenden mangelhaften Sicherheitszustände und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken für die russischen Arbeiter zu kümmern. Seit 1996 und zuletzt im August 2008 wurde der als „Wertstoff“ deklarierte Abfall der Urananreicherung von Gronau auf dem Schienenweg in das sibirische Sewersk an den dortigen Vertragspartner Tenex geliefert und dort unter freiem Himmel in Stahlfässern gelagert. Lediglich 10 bis 15 Prozent kamen nach Firmenangaben in Form von Brennstoff zurück nach Deutschland, der Rest verblieb in Russland, wie die Fernsehdokumentation Albtraum Atommüll enthüllt.

Oktober 2009. Durch die Filmdokumentation "AlptraumAtommüll" wird bekannt, dass Frankreich seit den 90er-Jahren heimlich einen Teil seines Atommülls aus den Anlagen der Électricité de France (EDF) in Sewersk lagert. Knapp 13 Prozent des französischen radioaktiven Abfalls liegen hier in Containern unter freiem Himmel auf einem Parkplatz.
Kurz danach wird öffentlich, dass von der Firma Urenco zwischen 1996 und 2008 27.300 Tonnen Uranhexafluorid (UF6) aus Gronau (Westf.) auf dem Schienenweg angeliefert wurden und nun in gleicher Weise gelagert werden. Nur ein Bruchteil von bis zu 15 Prozent wurde als Brennstoff zurückgesandt. Weitere Firmen die an den UF-6-Exporten beteiligt sind: Intermexco (Tochterfirma der russischen Tenex AG) GKN und das französische Unternehmen Cogema. Deutscher Müll geht vor allem an das Elektrochemische Kombinat in Novouralsk - vormals Swerdlowsk-44, eine weitere Anlage zur Anreicherung.
An den Exporten verdient vor allem die russische Firma Techsnabexport, die als Zwischenhändler fungiert. Techsnabexport hat rund 1,7 Milliarden Euro mit der Anreicherung von Uran verdient. Ein Teil dieses Geldes wird dazu verwendet, russische Anreicherungsanlagen zu bezahlen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass eine Defluorination mit anschließender Einlagerung Russland in den nächsten Jahrzehnten zwei Milliarden kosten wird.
Transportiert werden die Atomabfälle per Schiff von der nordfranzösischen Stadt Le Havre über die Nord- und Ostsee nach Petersburg. Von dort gelangen sie im Zug nach Sibirien. Unter welchen Sicherheitsvorkehrungen bleibt geheim.

2008. Die Kapazität der Urenco-Anlagen beträgt 2008 mehr als 10.000 Tonnen Trennarbeit im Jahr und soll weiter ausgebaut werden.

2010. Mit der Inbetriebnahme des Werkes in Eunice, NM im Juni 2010 wird seit über 50 Jahren erstmals wieder ein neue Anlage zur Uran-Anreicherung in den Vereinigten Staaten errichtet. Vorher war nur eine Anlage in Paducah, Kentucky in Betrieb, die auf Technologie der ersten Generation beruht und aus dem Jahr 1954 stammt.

21. Januar 2010. Bei einem Zwischenfall in der von Urenco betriebenen Urananreicherungsanlage Gronau wird ein Arbeiter kontaminiert. Er wird erhöhter ionisierender Strahlung ausgesetzt. Die durch den Unfall verursachte Dosis beträgt 1,1 mSv.

2011.  Im Zusammenhang mit dem der Katastrophe von Fukushima gerät die Firma in die Schlagzeilen, weil Urenco mehrere Kunden in Japan hat und angereichertes Uran zur Herstellung von Brennstäben nach Japan exportiert hat.

18. Mai 2011. An Brasiliens bisher einziger Uranmine Caetité (auch "Lagoa Real" genannt) im Bundesstaat Bahia haben mehr als 3000 Anwohner einen Atomtransport mit Urankonzentrat aus dem Forschungsreaktor Aramar in Sao Paulo vorübergehend blockiert. Laut einer Untersuchung von Greenpeace aus dem Jahr 2008 verseucht die Mine das Trinkwasser von 3000 Menschen mit Uran das bis zu siebenfach über den Grenzwerten liegt. Das Uran sollte in Caetité neu verpackt und zur Aufbereitung nach Europa in eine Anlage von Urenco verschoben werden. Es soll später im AKW Angra zum Einsatz kommen. Im Forschungsreaktor Aramar wird von der Marine Brasiliens Zentrifugentechnik entwickelt.

18. September 2014. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Sigmar Gabriel (SPD) betreibt die vollständige Privatisierung der Urananreicherungsfirma Urenco ohne das Parlament und die Öffentlichkeit über Details zu informieren. Selbst Bundestagsabgeordnete können wegen "Geheimschutzbedingungen" keine Einzelheiten zum Verkauf von Urenco erfahren. 

31. Oktober 2014. Derzeit gehört Urenco mit Weltmarktanteil von 31 Prozent zu den wichtigsten Ausstattern von Atomanlagen.
In der Zwischenzeit ist klar dass alle 3 Eigentümer zu einem Komplettverkauf von Urenco bereit sind. Dabei geht es um maximale Profitmaximierung  Jeroen Dijsselbloem (Finanzsminister der Niederlande) schreibt an Anouchka van Miltenburg dass sich beim "Verkauf der Kontrollbeteiligung ein höherer Preis erzielen lässt als bei einer Minderheitenbeteiligung ... Dem Wert sei zudem vermutlich am besten dadurch gedient, dass parallel an einem Privatverkauf und einem Börsengang gearbeitet werde".
Interessenten wurden bis Jahresende um Geboten gebeten "um den Markt auszuloten". Man erhofft sich offenbar einen Verkaufspreis von bis zu 10 Mrd. Euro. Interessenten sind Cameco (Uranhändler aus Kanada), Toshiba/Westinghouse, Areva, Hedge- und Investmentfonds (z.B. KKR, Blackstone, Apax). Es gibt auch Interessenten aus Honkong, Indien und dem Nahen Osten.

Bilder aus Wikimedia Commons
Gaszentrifugenkaskade, Lizenz: Public Domain, Urheber: U.S. Department of Energy

Quellen

Nacktscanner


Aufnahmen eines Terahertzscanners

03.01.2010. Nachdem der sogenannte Nacktscanner (Wikipedia) bereits im letzten Jahr in der Diskussion war aber wegen des starken Eingriffs in die Intimsphäre die Diskussionen zu stark hochgekocht sind wird der misslungene Bombenanschlag auf ein Flugzeug welches in Detroit landete (Nixblog) zum Anlass genommen den Nacktscanner auf Flughäfen einzuführen.
Körperscanner sind Geräte die durch die Kleidung ein Bild des nackten Körpers machen um Gegenstände wie Waffen und Sprengstoff zu finden. Sie funktionieren mit Röntgenstrahlen wie im medizinischen Bereich oder Terraherzwellen also elektromagnetischen Strahlen zwischen Infrarotlicht und Microwellen die vom menschlichen Körper ausgesendet werden. Die Geräte die auf Röntgenstrahlen basieren gelten als gesundheitsbedenklich weil diese Strahlen Krebs und Tumore auslösen können ausserdem sind Geräte die mit Röntgenstrahlen arbeiten in Deutschland nur in der Medizin erlaubt. Teraherzstrahlen in dem Bereich in dem Nacktscanner arbeiten gelten als gesundheitlich unbedenklich.
Bei den Geräten die mit Terraherzwellen funktionieren ist aktive Bestrahlung nur notwendig um ein genaueres Bild zu bekommen. Grundsätzlich funktionieren diese Geräte auch passiv indem sie "nur" ein Wärmebild des Körpers aufzeichnen. Probleme können bei diesen Geräten allerdings nasse oder ungewöhnlich geformte Kleidung machen. Terraherzgeräte können wohl nicht vor Ende 2011 serienmäßig hergestellt werden.
Mit einer Bildbearbeitungssoftware will man in Zukunft erreichen dass "nur" stilisierte Körper auf dem Bildschirm gezeigt werden.
Die Zustimmung der Deutschen zu Nacktscannern soll bei 75% liegen. Wenn man davon ausgeht dass mit Nacktscannern auch Kinderpornografie hergestellt wird sind also demzufolge 75% der Deutschen auch für die Anfertigung von Kinderpornographie.
Mir fällt dabei immer Al Bundy (Wikipedia) ein als er seine Schwiegermutter nackt gesehen hat: "Ich bin blind, ich bin blind".

30.10.2014. In Deutschland sind offenbar beim Hersteller L3 insgesamt 89 Nacktscanner zu Kosten pro Stück von 160.000 Euro für die deutschen Flughäfen bestellt worden. Die Geräte arbeiten mit Millimeterwellen. Laut einem Test des Bundesamts für Strahlenschutz soll ein Test eine Strahlenbelastung unter 0,001 % des in der EU gültiten Grenzwertes ergeben haben. Die Scanner sollen keine Körperbilder ausgeben sondern mögliche Fundstellen auf grafischen Darstellungen ausgeben.
Noch 2014 sollen 14 Geräte des Typs "Pro Vision 2" angeschafft und in Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart aufgebaut werden. 75 weitere Geräte sollen dann im nächsten Jahr auf weiteren deutschen Flughäfen eingesetzt werden (Heise).

24.11.2012. Am Frankfurter Flughafen wird "die nächste Generation von Nacktscannern" ab sofort bei Reisen in die USA bei Passagieren die "es freiwillig wollen" eingesetzt (Sueddeutsche).

04.11.2012. Die Bundespolizei möchte noch in diesem Jahr einen weiteren Test mit 2 bis 3 Nacktscannern an einem deutschen Großflughafen durchführen (Focus).

17.02.2012. Am Flughafen von Dallas wurde offenbar mit dem dortigen Nacktscanner Peep-Show gespielt. Es wurden beinahe nur Frauen ausgewählt. Mindestens eine Frau musste sich dreimal durchleuchten lassen (Telepolis).

07.02.2012. Wer nach Australien fliegt kommt ab Juli kaum noch am Nacktscanner vorbei (Heise).

18.11.2011. Die Transportation Security Administration (TSA), als Zuständige für die Sicherheit an US-amerikanischen Flughäfen, will nun überprüfen ob das Personal das an Nacktscannern, die mit Röntgenstrahlen arbeiten, eingesetzt wird erhöhter Strahlung ausgesetzt ist (Heise).

16.11.2011. Die EU Kommission hat einen Vorschlag mit rechtlichen Bedingungen ausgearbeitet unter denen der Einsatz von Nacktscannern an Flughäfen in der EU ermöglicht werden soll. Demnach sollen Bilder von den Scannern nicht gespeichert, kopiert, empfangen oder ausgedruckt werden können. Hersteller oder Betreiber müssen einen unberechtigten Zugang zu den Aufnahmen verhindern. Die Sicherheitsbeauftragten welche die Bilder untersuchen müssen separat in einem Raum ohne Sichtkontakt untergebracht werden. Zwischen den Aufnahmen und den Reisenden dafür keine Verbindung hergestellt werden (Heise).

02.09.2011. Die Sozialdemokraten und Konservativen im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments wollen das Kontrollpersonal auf Flughäfen wieder Livepornos gucken lassen und haben dazu das Verbot realer Abbildungen auf den Nacktscannern wieder aufgehoben weil anscheinend alle ausser einer Firma zu doof sind Körper mit Piktogrammen abzubilden und man keine Monopolstellung eines Herstellers haben möchte (Heise).

01.09.2011. Bei den Nacktscannertests vom 27. September 2010 bis 31. Juli 2011 auf dem Hamburger Flughafen hat sich ergeben dass die Dinger bei weitem nicht ausgereift sind. Bei 69% der Passagiere waren Nachkontrollen erforderlich. Nur bei 31% wurde kein Alarm ausgelost. Bei 54% der Passagiere wurde falscher Alarm ausgelöst. Insgesamt wurden etwa 809.000 Passagiere durchleuchtet. Der Versuch wurde von den geplanten 7 Monaten auf 10 Monate verlängert (Spiegel).

31.07.2011. Beim Test der Nacktscanner in Hamburg mussten 2/3 der untersuchten Personen wegen Falschmeldungen nachkontrolliert werden, bei der Hälfte davon waren intensivere Kontrollen notwendig (Welt).

22.07.2011. Der Test am Hamburger Flughafen wurde abgeschlossen nachdem er wegen häufigen Fehlermeldungen bis Ende Juli verlängert. Ob Nacktscanner eine dauerhafte Einrichtung werden ist noch nicht beschlossen (Focus).

25.05.2011. Der Verkehrsausschuss vom EU-Parlament hat sich für Nacktscanner an Flughäfen ausgesprochen. Die Passagiere sollen allerdings das Recht zur Verweigerung bekommen und dann einer ähnlich "effizienten" Untersuchungsmethode unterzogen werden, ohne besonders verdächtigt zu werden (Heise).

27.09.2010. Auf dem Hamburger Flughafen soll ab heute der Versuchsbetrieb mit zwei Testscannern anfangen (Tagesschau).

26.08.2010. In den USA werden seit Jahren mobile Nacktscanner eingesetzt. Mehr als 500 mobile Scanner wurden innerhalb der letzten 7 Jahren in Lastwagen montiert laut Aussage des Herstellers (Joe Reiss, Vice Präsident für Marketing, Firma American Science & Engineering) an US-Regierungsbehörden verkauft  (Golem).

24.08.2010. Thomas de Maizière (CDU - Bundesinnenminister) gibt die Freigabe für einen Test auf dem Flughafen Hamburg mit zwei Körperscannern der Firma L-3 Communications der für die Flugpassagiere freiwillig sein soll (Heise).

21.08.2010. US-Senatoren kritisieren Einsatz von Nacktscannern weil entgegen vorher anders lautenden Aussagen Bilder abgespeichert werden konnten und auch abgespeichert wurden (Golem).

16.08.2010. Wie der Nacktscanner funktioniert (Welt).

11.08.2010. Die Nacktscanner von Hamburg werden vom Bund bei der US-amerikanischen Firma "L3 Communications Sexurity and Detection Systems" gekauft. Diese stellt u.a. auch Streubomben her (Spiegel).

10.08.2010. Ab Ende September sollen Nacktscanner der 2. Generation am Flughafen Hamburg ausprobiert werden (Heise).

14.07.2010. Nacktscanner sollen in Deutschland im Spätsommer auf den Flughäfen eingeführt werden (Tagesschau).

02.07.2010. Wissenschaftler warnen vor Ganzkörper-Röntgenscannern wie sie unter anderem in den USA im Einsatz sind (Spiegel).

05.05.2010. Das EU-Parlament hat beschlossen die Kosten für Nacktscanner nicht auf die Verursacher nämlich Airlines und Fluggäste umzulegen sondern die Gelder über die Steuerzahlungen der EU-Mitgliedsländer zum Großteil von denen die niemals fliegen sich das bezahlen zu lassen (Focus).

19.04.2010. Die US-amerikanische Regierung speicherte Fotos aus Nacktscannern (Heise).

24.03.2010. Am Londoner Flughafen soll ein 25jähriger Sicherheitsmann anzügliche Bemerkungen gemacht haben als seine 29 Jahre alte Kollegin durch einen der Nacktscanner lief. Er wurde anscheinend von der Polizei wegen Belästigung verwarnt (Sueddeutsche, Spiegel).

13.03.2010. Datenschützer Harald von Bose hat eine ganze Reihe von Zweifeln ob das mit den Nacktscannern so seine Richtigkeit hat (Heise).

12.03.2010. Streit in der EU um die Bezahlung der Nacktscanner (Tagesschau).

04.03.2010. Die ersten Tests mit Nacktscannern in Italien finden am Flughafen von Rom statt (Focus).

03.03.2010. Auf dem Flughafen von Manchester darf zum ersten Mal eine Muslimin nicht in ein Flugzeug zur pakistanischen Hauptstadt Islamabad steigen weil sie aus religiösen und medizinischen Gründen das Nacktscannen ablehnt (Welt).

02.03.2010. Der Staat soll für Nacktscanner bezahlen will das EU Parlament. Man meint die Bezahlung sei den Fluggästen nicht zuzumuten. Woher bekommt der Staat nun sein Geld? Jaaaa genau vom Steuerzahler. Das bedeutet dass neben den Bürgern die fliegen und Steuerzahlern auch noch Leute die gar nicht fliegen aber Steuern bezahlen für Nacktscanner aufkommen sollen (Focus).

14.02.2010. Ín Brüssel werden auf einem Parkplatz des Parlaments in der Rue d’Ardenne 6 Nacktscanner zum Verkauf angeboten (Welt).

11.02.2010. Die EU prüft den Einsatz von Nacktscannern (Heise).

10.02.2010. Brüste werden zu tödlichen Waffen. Al-Quaida soll als Antwort auf Nacktscanner Tests mit Brusimplantaten machen (Telepolis).

03.02.2010. Das Innenministerium lehnt Nacktscanner der ersten Generation ab und tauft die der zweiten um damit sie einfacher durchgesetzt werden können und die Freiwilligkeit wird sich darauf beschränken dass man auswählen kann durch den Nacktscanner durchzugehen oder nicht ins Flugzeug zu kommen (Heise). Nacktscannerbilder sollen angeblich sofort vernichtet werden (Focus).

01.02.2010. Auf Londons Flughafen Heathrow werden Nacktscanner eingesetzt (Spiegel).

28.01.2010. Berufsschüler sammelt seit Januar mit einer Online-Petition Unterschriften gegen Nacktscanner. Über 11.000 Menschen haben sie schon unterzeichnet (Spiegel).

24.01.2010. Nacktscanner funktionieren immer noch nicht richtig und sollen erst ab Sommer 2011 auf deutschen Flughäfen installiert werden können (Heise).

23.01.2010. Nacktscanner sollen angeblich keine Nackten mehr zeigen aber haben immer noch das Problem dass sie wenig effizient und schweineteuer sind. Der österreichische Physiker Werner Gruber hat nach der Durchleuchtung durch einen modernen Nacktscanner in der ZDF-Sendung Markus Lanz einiges Interessante hervorgeholt: einen Zünder aus dem Mund, ein Röhrchen von einem Schienbeinpflaster verdeckt und drei Flaschen Thermit. Damit entzündete er ein warmes Feuerchen welches mit 3000°C in einem Flugzeug eventuell einen winzigkleinen Schaden angerichtet hätte. Wolfgang Bosbach (CDU-Sicherheitspolitiker) fand das nicht lustig. (Sueddeutsche).

21.01.2010. Nacktscanner fürs Gehirn (Telepolis). Die USA wollen mindestens 450 neue Nacktscanner im Wert von 68 Millionen US-Dollar einkaufen. Die Börsenkurse der beiden Unternehmen die davon profitieren explodieren geradezu (Spiegel).

20.01.2010. Nacktscanner sind Alltag am Moskauer Flughafen. Die Russen sind so konditioniert dass sie sich nicht daran stören (Heute).

16.01.2010. Nach den Nacktscannern kommen die Gedankenscanner (Welt).

15.01.2010. Die Terroristen haben es geschafft uns mit den Nacktscannern bis auf die Haut der Lächerlichkeit preiszugeben (Sueddeutsche).

14.01.2010. Die EU plant neue Regeln für Nacktscanner (Heise).

13.01.2010. Mit einer Teraherzkamera die auf elektromagnetische Strahlen des Körpers reagiert sollen sich Gegenstände die am Köper getragen werden erfassen aber vom Körper sollen keine anatomischen Details wie beim Nacktscanner erkennbar sein (Golem).

12.01.2010. Nacktscanner speichern entgegen anders lautender Aussagen der US-amerikanischen Transportsicherheitsbehörde TSA doch die Möglichkeit Bilder abzuspeichern und diese weiterzuleiten (Spiegel). Die Scham muss vor dem Scanner beschützt werden (Welt, Stern).

11.01.2010. Die Piraten in Unterhosen. Protest gegen Nacktscanner auf den Flughäfen Berlin, Frankfurt und Düsseldorf (Golem, Piratenpartei, Heise, Spiegel). Ein neues Nacktscannermodell aus der Entwicklung (Spiegel).

09.01.2010. Das Innenministerium will Nacktscanner ab Sommer an Deutschlands Flughäfen testen (Focus, Heise). Die PIratenpartei plant für morgen um 14 Uhr an mehreren Flughäfen Flash-Mobs gegen Körperscanner (Spiegel).

08.01.2010. Gilles de Kerchove, Antiterror-Koordinator der EU spricht sich gegen einen flächendeckenden Einsatz von Nacktscannern aus (Tagesschau).

07.01.2010. Wolfgang Bosbach (CDU) will mit einem Ethik-Training für Sicherheitskräfte sicherstellen dass beim Einsatz von Nacktscannern die Intimsphäre der Passagiere geschätzt bleibt (Focus). Fr. Schnarrenberger stellt Bedingungen. Sie will nur wenn mehr Sicherheit und Schutz der Privatsphäre (Heise).

06.01.2010. Die Professorin Regina Ammicht Quinn untersucht ethische Fragen beim Einsatz von Nacktscannern (Welt). Konrad Freiberg, der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft möchte mehr Profiler haben und bemängelt die hohe Fluktuation der privaten Sicherheitskräfte wegen misserabler Einkommen die gerade mal zwischen 7,50 und 12 Euro / Stunde liegen (Focus). Die FDP will 2010 doch keine Nachtscanner mehr haben (Heise). Das Europaparlament will jetzt 6 Nackscanner verkaufen die seit Jahren ungenutzt in den Kellern verstauben und wohl 720.000 Euro gekostet haben (Sueddeutsche). Nacktscanner ein Milliardengeschäft (Welt) welches die Feinde der al-Qaida demütigt (Welt). Die Börsenkurse der Hersteller von Körperscannern steigen stark an (boerse.ARD).

05.01.2010. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar lehnt den Nacktscanner weiter ab (Welt, Heise). In Russland werden seit 2005 Nacktscanner eingesetzt und liefern den Kontrolleuren sehr detaillierte Bilder (Sueddeutsche). Der Flughafen Amsterdam benutzt Körperscanner seit Mai 2007 (WDR) und schafft jetzt 60 neue Scanner an (Welt). Nacktscanner verstossen in Grossbritannien gegen das Kinderpornoverbot (Spiegel, Golem).

04.01.2010. HAMLeT wäre wahrscheinlich erfolgreicher und weit preisgünstiger als Nacktscanner (Heise). Nackt gescannt (Technology Review). Wir sind dagegen (Piratenpartei).

03.01.2010. Der neuentwickelte Ganzkörperscanner soll noch im Januar dem Innenministerium vorgeführt werden (Stern). Auch die Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) will den Scanner der auch keine absolute Sicherheit bringt haben (Focus). Nach kurzen Probeläufen in einem halben Jahr wird er nach den Erwartungen von Wolfgang Bosbauch (CDU) in den Regelbetrieb übergehen (taz, Spiegel). Auch die FDP wird der Einführung der Scanner zustimmen (Sueddeutsche). Die Geräte erkennen viele Spengstoffe nicht (taz). Nicht nur deshalb bezweifeln viele Experten die Nutzen der teuren Nacktscanner (Spiegel).

31.12.2009. Mit mehr Automatisierung will man Nacktscannen akzeptabler machen (Telepolis).

30.12.2009. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) will auf deutschen Flughäfen Nacktscanner einsetzen (Sueddeutsche).

29.12.2009. Bezüglich der Nacktscanner kommt es zu einem Meinungsumschwung (Heise). Nacktscanner verletzen religiöse Bekleidungsvorschriften (Golem).

28.12.2009. Neue Forderungen nach Körperscannern stossen auf Ablehnung (Golem, Heise).

02.12.2008. Wir sind bereits ausgezogen (Heise).

30.11.2008. Tests mit Körperscannern ab Dezember (Heise).

25.10.2008. Die Bundesregierung will keine Nacktscanner (Heise).

24.10.2008. Die Aufregung um Nacktscanner (Telepolis). Eine breite Front gegen Nacktscanner (Heise).
23.10.2008. EU-Parlamentarier demonstrieren gegen Nacktscanner (Heise).

25.11.2005. Auf dem Göteborger Flughafen werden passive Körperscanner getestet (Heise).

17.06.2005. Die US-amerikanische Regierung plant die Röntgenüberwachung von Flugpassagieren (Heise).

17.08.2002. Die nackte Sicherheit am Flughafen von Orlando (Telepolis).

Bilder aus Wikimedia Commons
Aufnahmen eines Terahertzscanners, Lizenz: Public Domain, Urheber: Transportation Security Administration