Sonntag, 26. Oktober 2014

Atomkraftwerk Trillo

Atomkraftwerk Trillo
Das spanische Atomkraftwerk Trillo befindet sich bei Trillo in der Provinz Guadalajara.

Es verfügt über einen in Betrieb befindlichen Reaktorblock. Der geplante Block 2 wurde storniert.

Betreiber die Centrales Nucleares Almaraz-Trillo.

Es ist im Besitz von vier führenden spanischen Energieunternehmen: Iberdrola mit einem Anteil von 48 %; Unión Fenosa mit 34,5 %; Hidroeléctrica del Cantábrico mit 15,5 % und Nuclenor mit 2 %.

Geschichte

17. August 1979. Baubeginn. Das AKW bekommt einen Druckwasserreaktor der deutschen Kraftwerk Union mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1066 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 1003 MWe. Die thermische Leistung beträgt 3010 MWe. Der Reaktor hat drei Kreisläufe und Brennelemente im 16x16-Design.

1. April 1984. Das Projekt für einen weiteren Atomreaktor wird nach einem Regierungswechsel verworfen. Der geplante zweite Block sollte einen Druckwasserreaktor mit  einer elektrischen Bruttoleistung von 1000 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 950 MWe bekommen.

14. Mai 1988. Der Reaktor wird erstmals kritisch.

23. Mai 1988. Der Reaktor wird mit dem Stromnetz synchronisiert.

6. August 1988. Das AKW geht in den kommerziellen Leistungsbetrieb.

3. August 2009. Der Betreiber unterzeichnen einen neuen Vertrag mit Areva zur Lieferung von Brennelementen. Dieser ist 6 Jahre lang gültig und umfasst die Lieferung von rund 240 Brennelementen. Seit der Inbetriebnahme wurden von Areva bisher etwa 1100 Brennelemente geliefert.

Atomkrafwerke in Spanien

Almaraz, Ascó, Cofrentes, José Cabrera (Zorita),  Lemóniz, Santa María de Garoña, TrilloValdecaballerosVandellòs

Bilder aus Wikimedia Commons
Atomkraftwerk Trillo, Lizenz: Creative-Commons „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“ (US-amerikanisch), Urheber: tnarik

Quellen

Samstag, 25. Oktober 2014

Atomkraftwerk Valdecaballeros

Das geplante spanische Atomkraftwerk Valdecaballeros (spanisch Val de caballeros – deutsch Tal der Herren) sollte bei Valdecaballeros in der Provinz Badajoz entstehen.

Geplant waren zwei Kraftwerksblöcke mit Siedewasserreaktoren von General Electric mit jeweils einer elektrischen Bruttoleistung von 975 MWe und jeweils einer elektrischen Nettoleistung von 939 MWe.

Geschichte

1975. Beginn der Projektplanung.

1. August 1979. Baubeginn Block 1 und Block 2.

1983. Das Projekt wird aufgrund einer Entscheidung der neuen Regierung eingestellt.

1. April 1984. Das Bauprojekt wird endgültig eingestellt. Der erste Block ist zu 70 % und der zweite Block zu 60 % fertiggestellt. Der Betreiber Endesa erhält Ausgleichszahlungen.

Atomkrafwerke in Spanien

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Quellen

Atomkraftwerk Vandellòs

Atomkraftwerk Vandellòs
Das spanische Atomkraftwerk Vandellòs (katalanisch Central nuclear de Vandellòs, spanisch Central nuclear de Vandellós, kurz CNV) befindet sich bei Vandellòs i l’Hospitalet de l’Infant in der Provinz Tarragona.

Es verfügt über zwei Blöcke. Der geplante Block 3 wurde storniert.

Das Atomkraftwerk gehört zu 72 Prozent dem Unternehmen Endesa und zu 28 Prozent Iberdrola. 

Geschichte

21. Juni 1968. Baubeginn Block 1. Er bekommt einen graphitmoderierten und mit Kohlenstoffdioxid gekühlten Atomreaktor (UNGG) mit einer elektrischen Bruttoleistung von 500 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 480 MWe.

6. Mai 1972. Reaktor 1 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.

2. August 1972. Block 1 geht in den kommerziellen Betrieb.

29. Dezember 1980. Baubeginn Block 2. Er bekommt einen Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1087 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 1045 MWe. Die thermische Leistung beträgt 2912 MWth.

12. Dezember 1987. Reaktor 2 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.

8. März 1988. Block 2 geht in den kommerziellen Betrieb

19. Oktober 1989. In Block 1 ereignet sich ein schwerer Störfall, bei dem der Block irreparabel beschädigt wird.

31. Juli 1990. Reaktor 1 wird abgeschaltet weil die Reparatur der Anlage unwirtschaftlich gewesen wäre.

2. September 1995. Der geplante Block 3 wird storniert. Er sollte einen Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1000 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 900 MWe bekommen.

2003. Die ENRESA beschließt die zweite Phase des Stilllegungs- und Abbau-Projektes, mit dem ein großer Teil der Anlage beseitigt werden darf, freizugeben. Nach 30 Jahren sicheren Einschlusses, wenn die Aktivität um 95 Prozent gesunken ist, kann der Rest der Anlage beseitigt werden.

10. Oktober 2014. Bei Block 2 fallen im Leistungsbetrieb beide externe Stromnetz-Versorgungen aus. Er kann daher keinen Strom mehr abgeben, und auch nicht mehr aus dem Netz beziehen. Um für die Reparatur den Reaktor herunterzufahren, braucht es aber Strom, der nun aufgrund des Netzausfalles durch Notstrom-Dieselgeneratoren im Werk geliefert werden muss. Nach einer Stunde und 24 Minuten ist die Netzversorgung wieder hergestellt, der Notstromfall damit beendet. Der Störfall erfährt noch Erschwernisse durch Anzeigen-Ausfälle im Notfall-Raum des Werks.

Atomkrafwerke in Spanien

Almaraz, Ascó, Cofrentes, José Cabrera (Zorita),  Lemóniz, Santa María de Garoña, Trillo, Valdecaballeros, Vandellòs

Bilder aus Wikimedia Commons
Atomkraftwerk Vandellòs, Lizenz: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch (US-amerikanisch), Urheber: Nicolas Vigier

Quellen